Besucht im Oktober 2026 Abendessen Bewertung: Ein Michelin-Macaron
Auf der Linie Basel – Mulhouse markiert dieses Restaurant einen Endpunkt bei den mit einem Michelin-Macaron ausgezeichneten Restaurants. Es befindet sich in einer Gasse der Fussgängerzone in dieser grossen Stadt im Elsass. Im Michelin wird der Küchenstil als mediterran beschrieben und ein Blick auf Speisekarte und Weinliste mutet fast italienisch an. An diesem Abend gab es nur 4 Einträge im Reservierungsbuch, was damit zu tun hat, dass die Leute wegen der Streiks in Frankreich seltener ausgehen und, wenn, dann im Moment zur “Konkurrenz” durch die ganzen Oktoberfeste, wie mir der Patron am Ende des Abends erklärte. Das Restaurant ist geschmackvoll in Brauntönen, mit interessanten Lampen, schönem Blumenschmuck und kleinen Gimmicks eingerichtet. Insgesamt gibt es 15 Tische, angeordnet in drei Reihen. Angeboten werden zwei Menüs mit 4 oder 6 Gängen und eine à-la-carte-Auswahl, die im Wesentlichen die Menügänge abbildet. Alle erhältlichen Gerichte passen auf eine DIN-A4-Seite. Ich entschied mich für das 4-gängige Auswahlmenü, tauschte den ersten Gang aber gegen einen anderen aus. Drei Gläser Wein, zwei Weiss, ein Rot sollten es auch noch sein. Die Auswahl überliess ich dem Sommelier.
Amuse Bouche
Feige, Bresaola, Olive, Pinienkerne, Mozzarella, Öl und Basilikumblatt Eine Schale mit einer Art Pane Carsau und dieses einfache, kalte Amuse Bouche eröffneten den Abend. Alle genannten Zutaten waren von hoher Qualität, sodass es ein echter Genuss war.
Pain Kürbisfoccacia und Ciabatta
Später gab es dann noch diese zwei Brotsorten, dazu eine Schale mit gutem Balsamicoessig am Boden und sehr gutem Olivenöl darüber zum Stippen (nicht im Bild).
Escalope de foie gras de canard poêlée, fraise, rhubarbe et vinaigre balsamique Weinbegleitung: Crémant d’Alsace Prestige, 100% Riesling, Maison Murè, Elsass, Frankreich
Da es hier meine Lieblingszubereitung des Hauptakteurs auf dem Teller gab, nämlich in der Pfanne gebraten, konnte ich dem nicht widerstehen. Das Schnitzel war perfekt gebraten und hatte obenauf Erdbeer-Brunoise und Balsamico-Perlen. Darunter kamen Erdbeer-Püree und eingelegte Rhabarber-Streifen zum Vorschein und dazu gab es noch eine Tuile und einen Schaum. Dies war eine schöne Komposition und sehr wohlschmeckend.
Risotto mantecato au safran, fritto de calamarettis, ventricina, fèves et poivrons marinés Weinbegleitung: Tremenalto, Trebbiano, Clivus, Soave, Veneto, Italien
Ein perfekt bissfest gekochtes Safranrisotto wurde mit Guanciale, Favabohnen, kleinen, süssen Paprika, Frühlingszwiebeln und Wasserkresse serviert. Dazu gab es vier weich gekochte Tuben Calamaretti. Auch dies war sehr gut.
Daurade royale, caponata, et gnocchis aux olives Weinbegleitung: Dolcetto, Manuel Marinacci, Piemont, Italien
Optimal gebratene Dorade – Haut knusprig, Fisch saftig, Caponata aus Aubergine, Kapern, Tomate, Pinienkernen, Stangensellerie. Dazu Gnocchi und Liebstöckl-Schaum. Die Gnocchi waren nur gebraten und vorher nicht gekocht, was ihnen eine breiige Konsistenz gab.
Pain de gêne amandes et pistaches, framboises, crémeux bergamote
Das Genueser Brot war hier mit einer Mischung aus Mandeln und Pistazien gebacken worden. Dazu gab es Himbeerpüree und gefriergetrocknete Himbeerstücke, Mandeltuile, Mandeln und eine Crémeux, die mit der Zitrusfrucht Bergamotte aromatisiert war. Es gibt zu der Entstehung des Kuchens, der original nur mit Mandelmehl gebacken wird, zwei Geschichten: Als die französischen Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts Genua belagerten, sollen sie sich hauptsächlich von den dort in großer Menge vorhandenen Mandeln ernährt haben und im Zuge dessen sei der Kuchen entstanden. Eine andere Geschichte sagt, diese Monegassische Nationalspezialität sei um 1840 von einem Konditor erfunden worden, der damals für die Konditorei Chiboust gearbeitet hatte. Das Rezept ist sehr einfach und gluten-frei. So habe ich es am darauffolgenden Wochenende gleich selbst gebacken. Kam sehr gut an bei meinen Gästen.
Mignardises
Der Abend ging zu Ende mit Amaretti, Himbeergelee und Sandwich aus Schokoladenbiskuit und heller Schokoladencrème, das zum Zeitpunkt des Fotos schon in meinem Mund verschwunden war.
Zusammenfassung
Der Stil des Restaurants und auch die Gerichte haben mir sehr gefallen. Bis auf die Gnocchi war alles sehr gut bis perfekt zubereitet. Hier gehe ich bestimmt bei Gelegenheit noch einmal hin.
Besucht im September 2026 Abendessen Bewertung: Zwei Michelin Macarons
Eine Fortbildung auf der anderen Seite des Schluchsees eröffnete die Gelegenheit, das “neue” Restaurant Mühle einmal auszuprobieren, wenn ich schon in der Gegend bin. Nach Wechsel des Kochteams, Niclas Nussbaumer kocht jetzt in Frankfurt und hat auch dort mittlerweile wieder mit seinem Team zwei Michelin Macarons erreicht, leuchtet auch hier nach zwei Jahren mittlerweile dieselbe Auszeichnung von der roten Plakette am Restauranteingang. Einige Dinge sind gleichgeblieben, wie die Besteckschublade, das Servieren durch die Mitglieder des Kochteams und das Duzen. Ich war also gespannt auf den Inhalt der Teller und Schüsseln, die aus der Küche kamen. Drei Gläser Wein bestellte ich zu dem einzig erhältlichen Menü.
Kleines Pils/z
Steinpilz-Essenz mit Speckschaum. Umami pur, Salz an der Grenze
Saibling, Meerrettich, Ei Geflügelleber, Haselnuss, Kirsche Ziegenkäse, Melone, Schinken
Ein Tartelette mit Saiblingstatar war kombiniert mit Saiblingskaviar, nur subtil wahrnehmbarem Meerrettich und einem Wachtelei. Die Praline mit der Hauptzutat Geflügelleber, hatte als Mitspieler, Haselnusscrunch, Sellerie für etwas Säure und fruchtige Kirsche und Holunder. Das dritte Fingerfood spielte mit dem Thema Melone und Schinken. Ein Kubus mit Ziegen- Frischkäsemousse war umwickelt mit hauchdünnem Schwarzwälder Schinken. Darauf ein gleichgrosser Kubus aus eingelegter Melone dekoriert mit schwarzem Pfeffer und Minze, die sehr gut erschmeckbar waren. Dieser Reigen aus Essenz und drei Stück Fingerfood war im Prinzip sehr gut. Man hätte den Genuss aber durch zeitlich andere Servierweise noch steigern können. Die Essenz ist warm und deshalb wird empfohlen, sie zuerst zu geniessen. Durch Salzgehalt und Umami-Wucht erfasst man die folgenden Snacks leider nicht optimal. Das Saiblingstartelette erweckte bei mir sogar den Eindruck, dass Salz fehlte, was bestimmt nicht der Fall war. Die Pilzessenz erst zu servieren und dann im zeitlichen Abstand die anderen drei Kleinigkeiten, würde dies lösen. Mein Favorit war übrigens die Leber-Praline.
Auster, Bouillabaisse, Fenchel
Eine vorgeschnittene Auster befand sich in einer Safran-Bouilabaisse. Dazu gab es marinierten hauchdünn geschnittenen um einen Salicorn aufgewickelten Fenchen und einen Zitrusschaum. Unter der Auster befand sich noch ein Brunoise aus Sellerie und Paprika. Dieses beim näheren Hinsehen doch recht aufwändige Amuse Bouche schmeckte mir sehr gut.
Holzofenbrot & Butter
Ordentliches Sauerteigbrot von einer lokalen Bäckerei in Lenzkirch wurde mit einer Butter von einem ebenfalls nahen Bauernhof und Räuchersalz serviert. Die Butter hatte eine körnige Struktur und einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmack – fast würde ich den als Beginn von ranzig beschreiben. Hier gäbe es Optimierungspotential.
Wolfsbarsch Deutscher Ossetra Caviar, Kopfsalatvinaigrette, Artischocke Weinbegleitung: 2025, Chardonnay, Greiner, Baden, Deutschland
Was für ein wunderbares Gericht! Wolfsbarsch gebeizt und als Sashimi in der Mitte des Tellers war bedeckt mit Ossietra Kaviar von AKI und Artischockenstroh. Artischocke war auch als Crème und Salat unter dem Fisch verarbeitet worden. Radieschen und geröstete Mandeln waren weitere feste Zutaten. Eine Kopfsalatvinaigrette und Tomatengelee komplettierten das Gericht. Aus den übrigen Teilen des Wolfsbarsch hatte man noch eine Suppe gekocht, die mit Tomatenwasser und Butter verfeinert worden war und in einem Glas separat dazu serviert wurde. Dieser Gang war eines der Highlights des Menüs.
Lachsforelle aus Albbruck Zwiebelgewächse, Grapefruit, Muskatnuss Weinbegleitung: 2024, Bianco del Casal, Ca la Bionda, Veneto, Italien
Sanft gegarte Lachsforelle wurde mit ihrem Kaviar auf glasierten Perlgraupen und umgeben von einem Lauch-Muskatnuss-Schaum serviert. Darin fand man noch Stücke von Grapefruit-Filets und geflämmte “Schiffchen” der eingelegten Perlzwiebel mit zusätzlichem Kaviar. Diese sehr schöne Kombination war ebenfalls perfekt zubereitet.
Rochen Rotweinbutter, Kohlrabi, Spinat
In Nussbutter konfiertes Stück Rochenflügel mit perfektem Biss lag auf sautiertem Blattspinat. Dazu war ein Ring aus Kohlrabicrème geschaffen worden, in dessen Innerem sich die Rotweinbuttersauce befand. Der Ring war noch ausdekoriert worden mit gerösteten Pinienkernen und Nektarinenwürfeln. Auch dies war ein sehr wohlschmeckendes Gericht auf dem vom Michelin attestierten Niveau.
Ravioli vom Kalbskopf Bohne, Tomate, Schwarzwald Miso
Im Zentrum des nächsten Gangs stand ein Raviolo gefüllt mit Kalbskopf, auf dem sich schwarze Bohnen, ein Stangenbohnen-Päckchen, ein geröstetes kleines Stück Kalbsbries und Tomatenpüree befanden. Kalbsfond und Bohnenkraut-Öl griffen als flüssige Zubereitungen die Zutatenthematik noch einmal auf. Ich fand besonders die Idee mit dem kleinen Stück Bries gut.
Wachtelbrust Gebratene Leber, Pfifferlinge, Petersilienwurzel Weinbegleitung: 2018, Somni, Carignan, Syrah, Clos del Portal, Vila del Lloar, Priorat, Spanien
Die Wachtelbrust war, nachdem sie einige Tage im Dry-Ager gereift worden war, als Ballotine mit Petersilienwurzelfarce und Tramezzinikruste zubereitet worden. Durch das nicht ganz Durchbraten war sie schön zart. Dazu gab es gebratene Leber und Pfifferlinge, eine Variation von der Petersilienwurzel und einen sehr dichten Wachteljus mit Cognac verfeinert. Dies war eines der besten Hauptgerichte, die ich dieses Jahr gegessen habe.
Aprikose Haselnuss, Buttermilch, Baiser
Sozusagen als Pré-Dessert wurde dieses Glas mit schichtförmig aufgebautem Inhalt serviert. Darin befand sich Aprikosenkompott, Haselnusseiscrème, Buttermilchschaum, Haselnüsse, Zitronencrumble, Nougatwürfel und on top geflämmtes Baiser. Das war ein spannender angenehmer Löffelspass.
Mille-feuille Brombeere, Mascarpone, Mädesüß
Das Hauptdessert präsentierte dann ein Millefeuille aus Brombeer- und Mascarponecrème, dazu eine echte Brombeere, Pistazien und ein Mädesüss-Eis. Mädesüss ist eine Pflanze aus der Gattung der Rosengewächse. Ihre Blätter geben längere Zeit in Flüssigkeiten wie Wasser oder Sahne getaucht ihre Süsse an diese ab. Dazu wurde noch eine kalte Brombeeressenz gereicht, die hier nicht abgebildet ist.
Eine dekonstruierte Schwarzwälder Kirschtorte mit ihren Zutaten Kirsche, Sahne und Schokolade, ein interessant schmeckendes Tartelette mit einer Rosette aus Apfel und Salbei auf Hagebutten-Panna Cotta und mit Baiserkugel und ein Sandwich aus Cerealien, Waldhonig und Blütenpollen bildeten den Abschluss dieses Menüs. Mir gefiel das Schwarzwälder Kirsch am besten.
Zusammenfassung
Mit Fabian Obergfell hat hier ein äussert sympathischer, jung wirkender Koch mit seinem Team das Restaurant übernommen. Seine Erfahrung als langjähriger Sous-Chef bei Dirk Hoberg merkt man den Gerichten an. Das Küchenteam produziert äusserst attraktive Tellerbilder, die Kombinationen sind durchdacht und das Wichtigste: es schmeckt. Hier und da kann noch etwas optimiert werden, aber im Grossen und Ganzen stimmt für mich die Bewertung. Den Service fand ich manchmal etwas hölzern, aber ich bin ja kein “normaler” Gast und zeige dies auch, insofern kann ich das Nachsehen. Wie im Text schon geschrieben waren meine Highlights der Wolfsbarsch und das Hauptgericht.
Besucht im September 2026 Mittagessen Bewertung: Ein Michelin-Macaron
Es war mal wieder Zeit, als Team fein zum Mittagessen zu gehen. So organisierte ich diesen Besuch. Diesmal waren wir nicht so viele. Eden Kitchen & Bar und La Rôtisserie standen zur Auswahl. Nachdem ich nach Zusendung der Speisekarten die ersten drei gefragt hatte, stand fest, dass wir ins La Reserve Hotel gehen. Der Business-Lunch heisst nun Lunch Edition by Marco Ortolani und was zur Auswahl steht wird einem auf Wunsch jede Woche am Montag zugeschickt. Jeder am Tisch fand seine bevorzugte Vorspeise und einen Hauptgang; ein Gast scherte aus und entschied sich für einen Fisch aus dem regulären à-la-carte-Menü, den Zackenbarsch. Ein Glas Rotwein sollte es auch noch sein, ein 2019 Bertinga, “Sassi Chiusi”, Sangiovese/Merlot, Toskana, Italien. Dieser lag im gesetzten Preisrahmen, war schon etwas gereift und auch von Bouquet und Geschmack überzeugend. Beim Business Lunch hat man nun etwas angepasst und trägt nicht mehr so viele Snacks und Brotsorten auf, was dem Zeitmanagement zugutekommt. Es gibt nur noch einen Gruss aus der Küche vorweg.
Amuse
Apfel-Sellerie-Creme mit Honig-Tuile und Wurzel vom gelben Enzian. Das funktionierte schön als Gaumenreiniger. Die Wurzel steuerte etwas Bitterkeit bei.
Sauerteigbrot, Pane Pergamente, Olio di Oliva (ohne Foto)
Feigen – Mandeln, Pfifferlinge, Pimpinelle
Schöne Kombination aus karamellisierten Feigenvierteln und Mandeln, Pfifferlingen und Mandelschaum angerichtet auf einem Feigenblatt – mal ein ganz anderer Salat. Die Pimpinelle mit ihrem normalerweise gurkenähnlichen Geschmack habe ich ein bisschen vermisst.
Reh Carpaccio – Meerrettich, Currysalz
Qualitativ sehr hochwertiges Fleisch dünn geschnitten und mit interessanten Mitspielern angerichtet ohne vom Reh abzulenken.
Tagliolini – Steinpilze, knuspriger Speck
Dies stellte sich als die erhoffte Umami-Bombe heraus und auch bei der Menge der Steinpilze war nicht gespart worden. Die Hausgemachte dünne Pasta war ebenfalls sehr gut. Einfach ein Klasse-Gericht.
In Miso glasierter Lachs “Asian Style”
Sehr guter Hauptgang, saftiger Fisch, ein klein wenig über die Stufe glasig hinweg, aber keinesfalls übergart.
Tiefsee Zackenbarsch – Pil-Pil Sauce, Vignaiao
Ganz toller softer Fisch und eine sensationelle Pil-Pil Sauce, die in einer separaten kleinen Kupferkasserole gereicht wurde. Ausserdem noch Erbsen Pfifferlinge, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und eine grüne Sauce auf Basis von Wasserkresse.
Profiteroles
Drei Profiteroles, eine Madagaskar-Vanille-Eiscreme und Milchschokoladensauce mochten zu begeistern.
Zuppa Inglese Moderna – Madagaskar Vanille, Alchermes
Mich interessierte diese Version der Zuppa Inglese, hatte ich doch eine Woche vorher im da Burde auf dieses traditionelle Schichtdessert verzichtet. Hier kam es dekonstruiert daher mit Boden und Gelscheibe, in denen der Alchermes verarbeitet wurde, was an der Farbe und dem Geschmack gut zu erkennen war. Dazwischen eine Madagaskar-Vanille-Crème und obenauf eine grosse mit Blattgold verzierte Nocke Schokoladen-Ganache. Dazu wurde dunkle Schokoladensauce angegossen. Mir gefiel dieses Dessert sehr. Einige am Tisch entschieden sich auf meine Empfehlung für ein flüssiges Dessert: 2020 Marco di Bartoli “Vigna la Miccia” – Marsala Superiore Oro Riserva, Grillo, Sizilien DOC, Italien. Diesen Marsala hatte ich das erste Mal vor Jahren im Restaurant Orsini. Inzwischen habe ich den auch zuhause, da er sensationell gut ist. Keine Mignardises zum Kaffee.
Zusammenfassung
Das Team, das an diesem Mittag zusammen am Tisch sass, hat noch einen Tag später von dem guten Essen geschwärmt. Das sagt doch alles.
Besucht im September 2026 Mittagessen Bewertung: Bib Gourmand
Auf einer Fahrt zu einem Weingut im Gebiet Prato (Capezzana) entstand beim Vorbeifahren am Restaurant die Idee, ins Da Burde zum Mittagessen zu gehen, sollte es auf der Rückfahrt zeitlich passen. Da ich sowieso noch Kaffee beim Conad-Supermarkt gegenüber kaufen sollte, passte es tatsächlich und wir betraten dieses Kleinod toskanischer Esskultur. Wir waren früh dort; das Restaurant war fast noch leer, sodass ein Walk-in problemlos funktionierte. Wir assen von “La carta del giornio estate 2026”. Alle Gerichte passen auf eine DIN- A5-Seite. Auf Wunsch ist eine englische Karte erhältlich. Wir bestellten eine Vorspeise zum Teilen, Wasser, einen halben Liter Hauswein rot und je eine Hauptspeise. Ein Brotkorb mit Focaccia und Weissbrot kam an den Tisch.
Pasta fresca: Pici all’aglione e pomodoro (mezza porzione)
Hausgemachte, frisch produzierte Pici kamen hier mit einer hervorragenden Sauce basierend auf Knoblauch aber nicht intensiv nach Knoblauch schmeckend. Ein leichte Schärfe war ebenfalls zu spüren.
Insalata di trippa
Mein Lunch-Partner entschied sich für etwas Frisches Kaltes, einen Salat mit der Innerei Kutteln. Er kam mit Tomaten, Stangensellerie, Karottenstiften, eingelegten Gurken und war mit einer Vinaigrette angemacht.
Lampredotto in zimino
Ich löste ein Versprechen ein, das ich vor längerer Zeit einmal gegeben hatte: etwas von den typischen toskanischen Gerichten zu probieren, die Innereien benutzen. An dem berühmten Imbisswagen bei den Markthallen, der beispielsweise Lampredotto-Sandwich serviert, bin ich in der Vergangenheit immer vorbeigegangen. Dieser Rinderdarm-Gemüse-Eintopf war mit Mangold und passierten Tomaten zubereitet und schmeckte mir sehr gut. Eine milde Säure war zu spüren.
Dessert-Buffet
Geht man vom Eingang aus rechts um die Ecke Richtung Küche, befindet sich rechts auf einem Tisch das Dessertbuffet. Hier sieht man von links oben im Uhrzeigersinn: Zuppa Inglese (hervorragend, hatten wir letztes Mal), Crostata, Apfelkuchen, Crème caramel, die saisonale Traubentorte, Feigentarte und biscotti di Prato (Cantuccini, nicht im Bild).
Crème caramel
Wir hatten an einem der Nebentische schon erspäht, dass dort ein gelblich aussehendes Dessert serviert wurde. Das wollten wir auch haben. Diese Crème caramel war eine der besten, die ich je gegessen habe, sowohl geschmacklich als auch bezüglich der Textur und des Mundgefühls.
Zusammenfassung
Ich finde dieses Restaurant einzigartig und es ist eine absolute Empfehlung. Weit weg vom Zentrum von Florenz fehlen hier die Touristenströme. Hier essen hauptsächlich Italiener. Die Klassengrenzen verwischen. Pranzo lavoro von Monteuren in Latzhosen findet hier ebenso statt wie das gesittete Mittagessen von Geschäftsleuten und Paaren im Prada/Gucci Outfit mit der Rolex am Handgelenk. Der einzige Kompromiss weg vom Casual Dining sind hier die weissen Tischdecken. Der Service ist burschikos, der Hauswein schmeckt und trägt zu gutem Trinkfluss bei. Als wir gingen, war jeder Tisch besetzt, auch die drei kleinen vor der Tür im Tabacci davor.
Finding a decent restaurant open on a Sunday evening can be a challenge, even in Atlanta. That is why we chose this top-notch steakhouse in Buckhead. The menu is available online, though without prices. Upon entering the building, you see dining areas spread across several levels. With its red brickwork and subdued lighting, the atmosphere is rather dark—something that affected the quality of the photos. The waitstaff wear uniforms and conduct themselves very professionally. We quickly selected our appetizers, and the wine I suggested—chosen from the abbreviated list on the website—was well-received, prompting us to order that special Penfolds right away. 2021 Penfolds “Bin 600”, Napa Valley, California, USA 78% Cabernet Sauvignon and 22% Shiraz The selection of appetizers is positively opulent compared to typical steakhouses, so everyone in our group found a favorite.
Shrimp Cocktail with Cocktail and Remoulade Sauce
A shrimp cocktail served on a plate with avocado, a generous amount of shellfish, tomatoes, mushrooms, lettuce, and flavorful sauces.
Crab and Lobster Napoleon with Chardonnay Cream
I had never had a “Napoleon” before, so I was curious to see what it was. It was a plate featuring generous portions of the aforementioned seafood, an incredibly delicious sauce, and two baked puff pastry triangles. Very good.
Foie Gras on Brioche with Brie, Fig and Port Reduction
Pan-seared goose liver served on brioche, accompanied by figs and a port wine reduction. I had a taste, and it was truly heavenly.
Sautéed Spinach
The spinach, topped with melted cheese, was also excellent.
Corn Pudding
This side dish was new to me, too: a slightly sweet pudding made with corn and studded with whole corn kernels. We couldn’t finish it all. The next morning, I ate the leftovers for breakfast; it was delicious and actually suited that meal better.
Dry-Aged Bone-In Rib Eye (24 oz)
We agreed on the level of doneness (medium) and decided to share one of the larger cuts: the dry-aged bone-in rib eye (24 oz, $125). The restaurant has been praised by the New York Times as one of the best steakhouses in the USA, so it would have been a surprise had it not been excellent. And indeed, it was. Top-quality meat and perfect cooking resulted in a tender steak that was seasoned to perfection and featured a crispy crust.
Mountain High Pie – A Bones Tradition
In the aisle between the wine storage and our table, we kept noticing a very interesting-looking dessert being carried past us to other guests. Even though we were already quite full, we couldn’t resist. This signature dessert at Bones was a three-layer ice cream cake—chocolate, vanilla, and chocolate—with a thin green layer of mint, served with plenty of whipped cream and chocolate sauce. We asked for three spoons, shared it, and could barely finish it all. Wonderful.
Summary Visiting this restaurant was a great choice. I left feeling very satisfied. Great appetizers, good wine, a steak that couldn’t be better, and an interesting dessert. Add to that good service and, above all, very pleasant company—what more could you ask for? I would happily return here anytime.
Visited in August 2026 Dinner Rating: One Michelin Macaron
When I looked for Michelin awarded restaurants in and around Atlanta this restaurant came to my attention. An à la carte selection that fits one sheet of paper and the attractive pricing relatively quickly triggered the decision to go there. The restaurant is open from 5 to 11 pm and the tables are sold several times each evening. A casual and relaxed setting awaits the guests. We made our selection from the menu and ordered a bottle of 2022 Abeja Chardonnay from Washington State, USA.
Relative soon the SNACKS we ordered arrived.
MOONDANCER OYSTERS sherry vinegar, olive oil
The oysters were as good as such a product could be. The condiments were classic with very high quality olive oil, sherry vinegar and an onion ring.
BEEF TARTARE chili, tahini, basil
The beef tartare was spiced with tahini, a sesame paste and chili. It was covered by basil leaves that had a mild, smokey taste. Very good.
The picture shows the bread basket with very tasty warm bread, a spring onion butter and shokupan, Japanese milk bread, which was part of the parfait course.
AJO BLANCO melon, grape, green apple, mint
Ajo blanco, sometimes named as white gazpacho, came here with fruit pieces: grape, melon, and apple, which added a lot of freshness to it. Ajo blanco is usually made of almond, garlic, bread, olive oil and sherry vinegar.
I took the starter parfait, which contained only three main ingredient in different preparations. A liver parfait was covered by cherry gel. On top were pistachios and marinated cherry quarters, on the side a pistachio mousse. I love those reduced courses and indeed this was fantastic.
For the main, one had the choice between a pasta course with guanciale, a fish course and a meat course. My dinner partner decided for the fish, which was a grilled grouper covered with sauce Choron, a bernaise in which the herbs are substituted by tomato. On the left side one sees a grilled eggplant covered by an herb crust and with olive, peppers, a deskinned cherry tomato and green beans. The eater liked it a lot.
ROASTED DUCK duck sausage, plum, ginger, menegi
I decided for the meat course, which had duck as the topic. Roasted duck breast with a skin that could have has more crispiness to it was accompanied by pieces of duck sausage, marinated plum halves and menegi, Japanese green onion shoots. A duck jus and ginger oil completed the plate. This was good but will not stay in my memory. We decided then for two of the three offered desserts.
Rice pudding cooked with the king of rices, acquarello, had pieces of rhubarb, raspberry and almonds in it. The top layer was a champagne sabayon with freeze-dried raspberry powder sprinkled on it.
The sweet corn custard had popcorn, meringue, basil leafs and lime powder on it. A huckleberry sorbet took care of an additional cold sensation.
Quite (too) big mango jellies with chili were served for the finish.
Summary We liked the food served here. I agree with the rating of guide Michelin. My highlight was the parfait. Service was OK, the speed of serving a little slower than in other restaurants. I liked this because in other restaurants it is often too fast. Even if my dinner partner was skeptical in the beginning about a wine from Washington State it turned out to be very nice in the end with its rather dark yellowish color, an interesting bouquet and great taste.
Visited in August 2026 Dinner Rating: One Michelin Macaron
The restaurant Atlas is located in a side wing of the St. Regis Hotel in Atlanta Buckhead. You enter through the main entrance of the hotel and walk down a long hallway to the left on the first floor towards the restaurant. The reception committee guided us to our table for four, and the first question after we expressed our water preference was what condiments we would like to have with our water. I was quite surprised; I’d never experienced this in any restaurant at that level. We started with some cocktails, and I ordered, after approval from the table, the bottle of wine I had preselected from the extensive wine list available online. I did not remember what I chose, but it was very good.
Thyme, mint, slices of orange, lime and citron
We barely could study the wine menu when the first snacks had already arrived at our table. This already pointed to a pace that I heard Americans expect but was too fast for me.What seemed like an oyster in a shell with foam and powder on it was a preparation with all components made of what the oyster gives you, edible as a whole. It highlights the good main product in its best way.
“SNAX”
Next was from left to right: Foie Gras cream between two short crust pastry discs, a delicate tartelette made with red beet and currant, and a cucumber dill praline. Quite varied, but nothing that produced a “wow” effect.
KRISTAL CAVIAR peas, smoked sturgeon
A generous portion of caviar was on top of a pea custard, peas, and pieces of smoked sturgeon. Good combination, which was a nice start into the menu.
PRAWN COCKTAIL Sweet prawns, avocado, a proper dressing
This deconstructed prawn cocktail consisted of one high-quality, marinated and glazed sweet prawn (ebi), avocado mousse, and a neutral-tasting dashi jelly. The salt was in the avocado mousse, and only if you ate it all together it give the best impression. I would have preferred a classic prawn cocktail instead.
Bread and butter
A selection of pretzel, sourdough, and baguette bread with salted butter. In many restaurants, the cold temperature of the butter when served is a problem. Here it was too warm and therefore too soft.
ROOTS RUN DEEP a gathering of leaves, roots, vegetables, and herbs grown close to home
What did not sound so impressive on first glance turned out to be the best course of the evening. Figs, goat fresh cheese, meringue, mint, various salad leaves, cherry gel, apple cider vinegar, and red and yellow beets made up a fantastic dish that I would describe as an opulent salad at best. It was accompanied by a fantastic red beet gazpacho.
APPARENTLY, A BOWL OF BERRIES not quite what it seems
Two real blackberries had two partners made of foie gras. This repetition of one ingredient from the “snax” was for me obsolete.
The asparagus course from the online menu was missing.
TURBOT sea greens, herb sauce
The fish course consisted of a piece of turbot covered by fried capers, radish, and a pomme soufflé. Pil pil sauce, the traditional Basque emulsion made from olive oil, garlic, and the natural gelatin of fish, and chive oil completed the plate. From the consistency and appearance of the fish, I conclude that it was prepared sous vide, which is for sure not the best method for letting “the king of fishes” shine on the plate. Now, a wodden box was presented containing several different kinds of sharp knifes. Every guest at the table could choose one. Then the main course was served.
LIBERTY FARMS LAMB pesto, artichoke, young turnips
Lettuce pesto, Zucchini, young turnip, artichoke mousse, classical and lamb jus were the partners of two very good pieces from the lamb back and two pralines made from the leg meat of the lamb. The jus could have been more reduced, as it was quite liquid. Overall, I liked the main course; it was very good. Given the very small but very tender pieces of lamb loin and the other soft dishes on the plate, I found the knife show at the beginning a bit over the top.
Pre-dessert with rhubarb confit pieces and yogurt on the bottom and a strawberry-basil sorbet on top. A winning combination, not very inventive, nevertheless quite refreshing.
FM ROCHER 2.0 vanilla, hazelnut, chocolate
I liked this chocolate/nut dessert. Vanilla mousse in a ring and the hazelnut chocolate ganache contributed to a quite enjoyable dessert.
SWEETS
These were served at the same time as the main dessert. Red: crunchy peanut butter Green: Watermelon lime white chocolate Brown: Bourbon butterfly jellies and a chocolate ganache in an isolated container.
The sweets were all quite tasty, nice to look at, many of them quite big, if not too big.
For digestif, a selection of ports from the same producer of various vintages was presented to us, the oldest from 1895 (~300 US$ the glass).
Summary
I had a little bit of a hard time evaluating this visit. Overall, the Michelin with its One-Macaron-Rating seems to be alright. The salad, main course, and the Rocher-resembling desserts were my highlights. For this level, the price of the menu (265 $ before tax and tip) is a bit high compared to other restaurants of that level. Some guests claimed that they did not like the upselling behavior in this restaurant at all. Besides the rush, I was happy with the service.
This is the sister restaurant of the Omakase Table awarded with a Michelin Macaron, which was originally based here in Midtown and then had moved to Buckhead. I assumed that you also get the same ingredients here and the preparation is at the highest level. It is a 14 seat chef’s counter experience which presents with fourteen courses a slightly smaller menu. That has an effect on the price, which is about 1/3 lower than the 20-course menu in Buckhead. The fish is mainly sourced from Tokio fish market. It is a surprise menu which changes daily, inspired by the season and market availability. We drank a bottle Junmai Daiginjo Katoukichibee “Born Gold” Sake, Fukui, Japan with it. In this first seating were only 4 guests including us at the white counter, which differs from the light wooden counters normally present in such restaurants.
Sparkling Wine Cava Los Monteros Spain
Otoro ikura monaka I hotate corn potage
A thin waffle, one half inside was filled with Ikura (salmon roe), the other half with otoro (Raw tuna belly). In addition, a cold soup, which was made from corn, milk and bread was prepared. Sliced scallops were also present in the soup. That tasted excellent and was therefore a very strong start.
Bara I murasaki I nama
Next there was an uni (sea urchin) tasting on three long spoons. It was explained that there should be a quality increase from right to left. They all came from Hokaido. The taste was for me very good for all with only differences in nuances. The most likely way to feel differences was the texture, the grains were slightly different. This course was very special. I’ve never had anything like this.
Saba I sweet onion
This was followed by saba (macarel), which is prepared on a Binchotan grill and then cooled on an ice bath. After application of a sweet sauce it was served with key lime and sweet onion. Very good.
A5 miyazaki wagyu sukiyaki
The next course consisted of thinly cut wagyu in an intense broth with mushrooms, spring onions and a quail egg. One was supposed to mix everything and eat it together. Also this was quite excellent.
Uni gohan I otoro
The last “conventional” course was then pieces of otoro (lean tuna) with fresh grated wasabi and uni gohan, that’s rice mixed with sea urchin. In addition, here the product quality of the tuna shined.
A sauce was cooked from the eel heads and bones, reduced further and further and then aged 4 years, resulting in a dark elixir, which was then applied on the grilled eel. This was simply sensational. Since it was given directly onto the hand, no photo was possible.
Tamago – egg & sweet shrimp
Here the sweetness of the Ebi was used to flavor an egg tart.
The nigiri were all very good to excellent.
Okonomi: toro temaki – fatty tuna handroll Japanese lychee panna cotta w/ strawberries
Summary
Wow! Even if this style of cuisine is very different from the other restaurants visited in Atlanta and you shouldn’t really compare, this was the best culinary experience here. Top product qualities and sometimes surprising preparations (among others waffle, uni tasting, 4-year-old eel sauce) made this a unique experience. It would be interesting to see to what extent the main restaurant in Buckhead can offer more. I can only advise anyone who likes sushi to try this restaurant, should you be in the area.
A ten-day business trip to Atlanta gave me the opportunity to explore the culinary scene in and around the city. Beforehand, I studied the Michelin Guide, which reviews restaurants here, and the lists on OAD (Opinions About Dining) and selected suitable restaurants. Making reservations was always straightforward. I was always successful as soon as the reservation windows opened. Even spontaneous reservations hours before the visit, usually via OpenTable, were easy. I find The United States problematic when it comes to coffee. I haven’t been to Starbucks in ages, and the coffee served in hotel lobbies from large pots is simply unacceptable. However, if you look around a bit, you can discover small roasters with coffee shops and also stores with Italian espresso machines. Below, I’ve listed some places with good coffee that I took advantage of during my trip.
Restaurants In addition to the usual American standards such as – Porfirio’s Mexican Downtown Atlanta – Ted’s Montana Grill Downtown Atlanta which were OK, but not worth mentioning further, I visited the following restaurants:
reel in Woodstock This wasn’t my first time at Reel in Woodstock. I had eaten there during my last visit to Atlanta and I enjoyed it. This time I was even here twice. The restaurant is known for seafood and fish. With our meal, we ordered glasses of Ferrari Carano Fumé Blanc, Italy. Among other things, we had:
Fish Tacos Shredded lettuce, corn relish, and spicy remoulade
The picture show one of two served.
All Lump Crab Cake Beurre blanc with lemon and chive oil
Pepper Seared Tuna Steamed Rice, Young Spinach,Hoisin Chili Broth
While searching for a meeting place further out in Atlanta with an old friend, I came across this Michelin-listed Chinese restaurant. Upon arrival, it turned out to be located in a market hall filled with Asian ingredients and teeming with Chinese-looking guests. So, if you’re looking for authentic Chinese food, this couldn’t be too far off the mark. Roast ducks hung in the window, and the walls were plastered with pictures of the dishes, each accompanied by Chinese captions. We ordered the Supreme BBQ Combo, which was supposed to be a selection of four grilled specialties. We only drank bottled still water with our meal. The combo consisted of the fine pieces on top and everything the Chinese like below.
Supreme BBQ Combo The image on the left shows the online offer including honey-glazed pork belly and roasted duck. On the right, that’s what we actually got.
Underneath, there was liver, gizzards and other offal, wings, cartilaginous pieces, etc. Even the top layer was actually too much for two. It was served with a sauce with spring onions, roasted, salted peanuts, and a cold spicy coleslaw. The prime cuts, many of them bone-in, tasted very good; the pork belly was perhaps a little dry, but above all, it had one thing: crispy, well-seasoned skin, which I love so much. Overall, I was very satisfied with what we had after we picked up our number at the counter. The whole thing is very casual; among other things, you eat with plastic cutlery.
This was the most spontaneous reservation we made. The wine bar (Postino Buckhead) where we originally planned to meet only offered uninteresting bar food, so a Waymo (self driving taxi, weird!) took us to the only Michelin-recommended restaurant serving Italian cuisine. This was a bullseye! The atmosphere in the restaurant, which is made up of a combination of kitchen, indoor and covered outdoor areas would be described as vibrant by many. I simply found it noisy. We later moved to the quieter outdoor area. A cooking class for homemade pasta was taking place in the background. Heads up! The restaurant closes at 9 pm. We initially ordered only two appetizers.
Meat Balls (Polpette) with tomato salsa Stuffed deep-fried pumpkin blossoms with ricotta and pecorino
Two Italian classics that couldn’t be better. This was fantastic and so good it made me want more. The polpette came with very good focaccia topped with olive oil and Mediterranean herbs. So we ordered two dishes of homemade pasta and a green salad with pickled white onions, artichokes, and almonds. Two glasses of red wine also arrived: a Valpolicella from Bertani and a Luce Merlot from Tuscany.
Lasagna with homemade pasta, béchamel sauce, and meat sauce made from Wagyu beef and Pig homemade pappardelle with truffle sauce
Both dishes were just as good as the appetizers. My companion said it was the best lasagna he had ever eaten. I was allowed to try it, and indeed it was very good. The meat sauce was particularly impressive. My pappardelle were excellent, and the pasta in both dishes had a wonderfully pleasant texture, the kind you only get with freshly made pasta. Later, for dessert, we had burnt ricotta cake and tiramisu. The tiramisu was exactly as expected and therefore well made, and the ricotta cake was also very tasty.
The lady from the service staff, with her positive manner and always a smile on her face, was also very pleasant.
If you want to eat top-notch Italian food in Atlanta at moderate prices, this is the place to go.
And then there is The Optimist, a fairly large restaurant with many seats inside in different areas, one of them the oyster bar with 12 different varieties and an area outside. The restaurant is specialized on seafood but not only. We ordered two glasses of wine; GRÜNER VELTLINER, Schődl, Austria 2024 and SAUVIGNON BLANC, Chidaine, Touraine 2024. At our first visit we had:
HAMACHI ponzu, ikura, serrano, lime
SPICY KALE SALAD chorizo, crispy shallots, parmesan HUSH PUPPIES (too sweet with powdered sugar on top) SPANISH OCTOPUS salsa macha, marcona almond, potato, lime (octopus too chewy) SHRIMP A LA PLANCHA chili butter, lime, “sopping toast”
DUCKFAT POACHED SWORDFISH tomato, peanut, jimmy nardello peppers
WHOLE ROASTED LOBSTER saffron butter, breadcrumbs, grapefruit (more chitin than meat) CRISPY HADDOCK malt aioli, pickle, dill (like a giant fish stick)
COCONUT RUM TRES LECHES chantilly
Bread that came to the table, Hamachi, shrimp, swordfish and coconut dessert were fantastic, the kale slalad was good, the other plates I would not order again. Unfortunately, we could not order the cod cheeks because they were sold out. I gave a recommendation to a collegue and he visited The Optimist as well about one week later. They had in addition
A douzen FRESH OYSTERS 6 variationsCOD CHEEKS harissa butter, benne crunch
MAI TAI TOMATOES caesar, banana peppers, anchovy, parmesan PEACH PUDDING CAKE Pearson farm pecans, chantilly
Restaurants that I would classify as fine dining were
Atlas* in Buckhead The Atlas restaurant is located in a wing of the St. Regis Hotel in the upscale Atlanta neighborhood of Buckhead. Here, classic fine dining is celebrated with French cuisine, white tablecloths, silverware, an extensive wine list, and impeccably formal service. A separate report was issued on this. Website: Unparalleled Culinary Experience | Atlas Restaurant | Atlanta, Georgia
788 Omakase Table in Midtown Atlanta This is the sister restaurant of the Michelin-starred Omakase Table, which was originally located here in Midtown and then moved to Buckhead. I assumed that the same ingredients would be used and the preparation would be of the highest standard. And that was indeed the case. Here’s the review. Website: Omakase Table | Home
Spring* in Marietta A slightly less formal restaurant, awarded a Michelin Macaron, is located in Marietta. Here, diners choose from a short à la carte menu of appetizers, intermediate courses, main courses, and desserts. The review will be available soon. Read the review here. Website: Spring | Marietta
Bone’s in Buckhead Finding a decent-quality restaurant on a Sunday night is difficult, even in Atlanta. That’s why this top steakhouse in Buckhead was our choice. There’s a separate review about it. Website: Bones Restaurant – Atlanta’s Premier Steak House
This overview shows that Atlanta has a lot to offer. From French-inspired fine and casual dining to excellent Japanese, Chinese, Italian, modern American, seafood, and Southern cuisine with its characteristic ingredients (redfish, for example). I ate very well, even though there’s still so much more to discover.
Besucht im Juli 2026 Abendessen Bewertung; Zwei Michelin Macarons
Ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Arbeitskollegen führte recht schnell zu dem Entschluss, die gemeinsamen Gourmetvergnügen wieder aufleben zu lassen. Da wir beide am Wochenende nichts vorhatten, streckte ich meine Fühler aus und hatte das grosse Glück, für zwei Tage später den Chefs Table im Restaurant Ammolite buchen zu können, in dem wir beide noch nicht waren. Die Anfahrt, überwiegend auf der Autobahn, gestaltete sich angenehm und so erreichten wir pünktlich unser Ziel. Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss eines Leuchtturms weitab von jedem Meer in einer “Blase”, die sich Europa-Park nennt. Im Europa- Park bin ich nie zuvor gewesen. Im Restaurant selbst sind die Tische am Rand in einer Art Kojen angeordnet, die durch Vorhänge abgetrennt sind. Am Chefs Table hat man keinen direkten Blick in die Küche, aber auf den Pass, der hier eine Insel ist. Die Entscheidung für das 8-gängige Menü “Around the World” war schnell getroffen. Ich orderte einen Sparkling Tea zum Aperitif und eine halbe Weinbegleitung.
Snacks Schiffchen mit Salat von fermentierter Karotte – Petersilienkissen, Frischkäse, grüner Apfel, Chili – Tomaten-Taco, Pulpo, Avocado-Crème Kopenhagen Sparkling Tea Lysegron, Sencha Tee, Grüner Tee, Zitrone 2021 Winzersekt Cuvée N. 104 brut nature, Christmann & Kauffmann, Gimmelfingen
Der Karottensnack öffnete mit seiner frischen Säure die Geschmackspapillen, das Kissen hatte eine interessante Schärfe im Abgang und der Taco war eine schöne Zusammenstellung von Aromen und Texturen. Ein wohlschmeckender, abwechslungsreicher Start.
Das Tatar aus Lachs, Quinoa und Gurke war geschmacklich interessant. Der Jalapeño-Schaum transportierte den typischen Geschmack ohne die Schärfe – auch sehr gut.
Brot und Aufstriche gesalzene Rohmilchbutter, Crème mit Kräutern aus eigenem Garten , eingelegte Pilze, Blüten
Gutes Brot mit Aufstrichen, die von Konsistenz und Temperatur so waren, wie sie sein sollen. Der grüne Aufstrich war intensiv kräutrig.
Gänseleber Taschenkrebs – Kiwi Weinbegleitung 2016 Kieselberg Riesling GG, Reichsrat von Buhl, Pfalz, Deutschland
Die Gänseleberterrine, in Gelee von und mit Salat vom Taschenkrebs, Sud mit Kiwisamen, dazu ein lauwarmes, hausgebackenes Milchbrötchen konnten uns wirklich begeistern. Wir hätten nicht gedacht, dass das Krustentier und die Leber so gut zusammenpassen. Auch die Terrine selbst war optimal zubereitet, recht fest im Anschnitt, aber mit genau der richtigen Temperatur. Den Kiwisud hätte es gar nicht gebraucht, aber etwas Flüssiges, Fruchtiges wollte man wohl auf dem Teller haben.
Langostino Massaman Curry – Palmherz Weinbegleitung: 2020 Clos St. Landelin Gewürztraminer VT, Mure, Elsass, Frankreich
Die Komposition aus Carpaccio vom Kaisergranat, mit Pandan-Palmherzen-Salat, Schwanz vom Kaisergranat im Brick-Teig mit Basilikum und Curryschaum war optimal ausbalanciert. Uns gefielen der Beitrag des Basilikums zum Geschmacksbild des ausgebackenen Krustentiers und die Erdigkeit und leichte Schärfe des Curryschaums. Der halbtrockene Wein, der der leichten Schärfe des Currys entgegensteuern sollte, war uns zu süss. Das Krustentier selbst war ja schon süss und kam gut gegen das Curry an.
Kalbskopf-Sülze, Dillsud, weisser Pfefferschaum, St. Pierre, Imperial Kaviar, Kombu-Algen- Stroh. Dieses ungewöhnliche Surf & Turf war ein weiteres Highlight des Menüs – sehr schön komponiert und absolut wohlschmeckend. Der Pfeffergeschmack kam beim Schaum gut heraus. Der St. Pierre war optimal gegart und der Kaviar steuerte die nötige Salzigkeit bei. Der durch 15-tägige Mazeration wie ein Sherry aussehende Orange-Wein passte gut dazu.
Kalbsbries Bergamotte – Pfifferling – Erbse Weinbegleitung: 2020 Rully 1er Cru Les Champs Cloux, Domaine de Villaine, Burgund, Frankreich
Der Star des Abends war für uns das mit Bergamotte glasierte Kalbsbries auf Pfifferling-Erbsen- Ragout, Tuile mit Pfifferlings-Tatar und Pilzcrème – eine absolute Umami-Bombe. Eine der besten Bries-Zubereitungen, die ich je gegessen habe, obwohl dieser aussen nicht knusprig war. Keine Experimente mit Säure oder anderen Noten – Konzentration auf das Wesentliche.
Duo aus Stubenküken und Taube im Tramezzini-Mantel getrennt mit Romanesco-Crème, Taubenjus mit Tasmanischem Pfeffer, Romanesco-Püree, gebratener Romanesco. In der Satellitenschüssel Ragout von Stubenküken und Taube mit Romanesco-Schaum. Von der Qualität der Zutaten und Zubereitung sehr guter Fleischgang aus drei Hauptkomponenten. Dies war ein Taubengericht mit Kompromiss – der Taubenanteil intensiv, das helle Fleisch daneben zwar geschmacklich gut, aber deutlich zurückgenommen. Für uns hätten es auch gern zwei Taubentranchen sein können. In der Satellitenschüssel ein schlotziges Löffelvergnügen.
Käse von Maître Affineur Antony 2019 Marsala Superiore Oro Riserva – Marco de Bartoli, Sizilien, Italien
Hausgemachtes Früchtebrot Comté, 28 Monate gereift, Feigensenf, Brillat Savarin mit Walnuss, Hagebuttensenf, Munster, Birnensenf, Ziegenkäse mit Asche von der Loire Die Käse waren alle von guter Qualität, wie man es vom Affineur Antony erwartet. Als Gang fand ich das aber etwas enttäuschend, war die Auswahl doch “gewöhnlich”. Alles kann ich mit Abstrichen in der Qualität so in einem französischen Supermarkt kaufen. Ich kann verstehen, dass man es dem Durchschnittsgast “zugänglich” machen will. Für ein Restaurant dieses Kalibers erwarte ich grössere Auswahl, wenn es sein muss, vom Käsewagen oder einen wohlkomponierten Käsegang. Den Wein hatte ich zuvor schon einmal für zuhause beschafft, nachdem ich ihn zum ersten Mal im Ristorante Orsini zu einem Pré-Dessert getrunken hatte.
Meringe Verbene – Erdbeere Weinbegleitung: 2023 El Bandito ” I am the ninja”, Testalonga, Swartland, Südafrika
Meringue-Cup gefüllt mit Zitronen-Crème und –Geleewürfelchen, Erdbeer-Sorbet, Meringue- Taler mit Erdbeerstaub Recht gut aber nicht überwältigend. Schöner Sparkling dazu.
Topfen Zitrus – Vanille Weinbegleitung: 2020 Sweetheart, Sauvignon Blanc Dessertwein, Oliver Zeter, Pfalz, Deutschland
Topfensoufflé mit Passionsfruchtkern – Soufflé als hohe Kunst der Patisserie Auf dem zweiten Teller kurvige Grenadinen- weisse Schokoladenmousse, bei der geschmacklich eindeutig die Schokolade dominierte und die Grenadine hauptsächlich zur Farbgebung beitrug. Dazwischen Yuzu-Crème und Filets verschiedener Zitrusfrüchte. Daneben Zitrussorbet auf Zitrus-Fruchtsalat. Alles tadellos, die kurvige Mousse vielleicht etwas zu süss. Der Wein war hier eine optimale Paarung, da er relativ viel Restsäure hatte und deshalb trotz Restzucker nahe 100 g/Liter gut die Aromen des Dessert ergänzen konnte. Insgesamt fanten wir den herzhaften Teil überzeugender als den Süssen.
Praline und Macaron mochten überzeugen, dem Törtchen fehlte das Besondere, das Gelee war vom Mundgefühl zu mächtig. Dies müsste man kleiner ausführen.
Fazit
Chef de cuisine Peter Hagen-Wiest zählt zu einer Generation Köche, die teils bei Harald Wohlfarth in der Schwarzwaldstube ausgebildet wurden. Er hatte damals Stefan Heilemann (danach Ecco und Widder, Zürich), Marvin Böhm (Aqua, Wolfsburg und das nun aus wirtschaftlichen Gründen geschlossene Buoy, Hamburg) und Dirk Hoberg (Ophelia, Konstanz) als Herdnachbarn. Bei allen sieht man, wie viel Positives sie aus dieser Zeit mitgenommen haben. Alle drei (bei Marvin Böhm habe ich direkt nie gegessen) haben ihren eigenen Küchenstil entwickelt. Bei Herrn Wiest gefällt mir besonders die Reduktion auf dem Teller. Das merkt man auch daran, dass der Service nicht viel mehr erklären muss, als auf dem gedruckten Menü steht. Wir meckern ja immer auf hohem Niveau, aber hier gab es sehr wenig zu meckern. Nach dem herzhaften Teil waren wir fast grenzenlos begeistert. Das Highlight war eindeutig das Kalbsbries. Für Gourmets auf unserem Level war die Kombination von Stubenküken und Taube etwas unbefriedigend. Das Stubenküken hätte es nicht gebraucht. Die uns von Herrn Wiest erklärte Motivation für die Kombination ist aber einleuchtend. Man wollte die Wildheit der Taube etwas abmildern, um auch Gäste, die mit ihr nicht so viel anfangen können, an die Taube heranzuführen. Zum Käsegang habe ich meine Meinung schon weiter oben beschrieben. Will man hier höhere Weihen erreichen, und das ist durchaus möglich, muss man bei den Desserts ausserdem noch eine Schippe drauflegen. Ich verstehe das schon, als Betreiber eines solchen Restaurants muss man verschiedene Anforderungen erfüllen und um betriebswirtschaftlichen Erfolg zu haben, sollte man Gerichte servieren, die einem überwiegenden Teil der Gäste schmecken. Da muss man manchmal auch mal Kompromisse eingehen. Am Beispiel Christoph Rüffer und seinem Team (Restaurant Haerlin, Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg) konnte man sehen, was es braucht, um den letzten Schritt gehen zu können. Mit dem Service waren wir zufrieden, insbesondere mit dem Chef selbst, dem Sommelier, Sascha Schmidt, der außerordentlich gute Erklärungen zu den Weinen der Begleitung gab, und seiner Ehefrau Lisa-Marie, der Restaurantleiterin, mit der ich mich ein bisschen über die Gourmetszene in unserem gemeinsamen Herkunftsort, Hamburg, ausgetauscht haben.