Restaurant Vendôme Bensberg

Besucht im Oktober 2025
Abendessen
Bewertung: Zwei Michelin Macarons

Diese Reservation hatte ich schon sehr lang im Vorlauf getätigt und wurde dann davon überrascht, dass hier eine Übergabe stattfindet und sich Joachim Wissler zu Ende Oktober zurückzieht und eine andere Aufgabe im Althoff-Konzern übernehmen wird. Er glänzte aber auch an diesem Abend mit Abwesenheit, wie beim ersten Mal, als ich hier vor Jahren gespeist hatte.

Im Vorgang hatten wir uns intensiv mit dem Menü befasst, was sich zur dieser Zeit im Sommer/Herbst-Umbruch befand, und mit dem Restaurantleiter Herrn Strahl ausgetauscht. Schliesslich entschloss sich meine Dinner-Partnerin zum vegetarischen Menü und dem aufpreispflichtigen Wagyu als Hauptgang, einfach um all den nicht so beliebten Zutaten und Unverträglichkeiten aus dem Wege zu gehen.

Die Anfahrt und das Einchecken im Hotel klappte gut und rechtzeitig und so machten wir uns durch die Gänge auf, um innen in Schloss Bensberg zum Restaurant zu gelangen.
Am Platz gab es dann doch eine Überraschung, der Rehbock war von der Karte verschwunden und durch Taube ersetzt worden. Wir bekamen aber vom Nebentisch mit, dass über das Reh geredet wurde und ich konnte es dann doch noch als Hauptgang wählen.

Auch die Weinkarte hatte ich vorher studiert und mir den 2022 Sancerre Grand Reserve, Henri Bourgeois, Loire, Frankreich ausgesucht, der sich als sehr gute Wahl herausstellte und auch meiner Partnerin gefiel.
So konnte nun der Abend mit dem Auftakt starten.

Links: KLEINES TOMATENBAGUETTE & GARTENKRESSE
Rechts: KLEINES TOMATENBAGUETTE & JABUGO BELLOTA

Sehr weiches fluffiges Baguette, das im Mund zu schmelzen schien. Beide sehr gut.

KNUSPRIGE WAFFELBLUME, ARTISCHOCKEN-PANNA COTTA & BLUMENKOHLCOUSCOUS
KNUSPRIGE WAFFELBLUME, SEEIGELFLAN & RADIESCHEN

Schöne knusprige luftige Waffel. Beide Geschmacksgeber, Artischocke oder Seeigel schmeckten sehr gut.

SHISOBLATT-TEMPURA & AVOCADO

Ob der Grösse etwas schwierig zu essen aber ganz hervorragend, dieses knusprige Shisoblatt mit der Avocadocrème.

GEBACKENER WASABICROUTON, AMALFI-ZITRONENCREME & GELBE BETE

Tolle Kombination von Aromen und Texturen, die von der Esserin in einem Haps verspeist wurde.

BALFEGÓ THUNFISCHBAUCH & GERÖSTETES TRÜFFELBROT

Dafür war dieser Snack allein für mich und machte dort weiter, wo ich am Abend zuvor in Düsseldorf im Roku mit Toro-Upgrade aufgehört hatte. Für mich der beste der vier Snacks.

BEEFTATAR UND GELIERTE BOUILLON & IMPERIALKAVIAR

Den hatten wir uns auch geteilt. Unglücklicherweise war das Tatar unten, so dass der, der oben abbiss, davon wenig abbekam. Trotzdem gut.

Nicht auf der Menükarte aufgeführt

Last but not least dieses spitz nach unten zulaufenden Cornet mit unbekanntem Inhalt. Obenauf könnte sich Frischkäse-Crème und vegetarischer Kaviar (Melone?) befinden.

-GELBSCHWANZMAKRELE IKEJIME-
Leche de Tigre Vinaigrette : Saiblingskaviar : Palourdemuscheln & Rauchlachscreme

Hervorragende Fischqualität gepaart mit einem aufwändig in kleine Scheiben geschnittenen sanft gegarten grünen Spargel. Die zur Rose geformte Hamachi ruhte auf einer milden Rauchlachscrème. Das ganze Gericht war geschmacklich optimal ausbalanciert.

-EIFEL BACHKREBSE-
Butternutkürbis : Kokosnuss : Rettich Kimchi : Krustentier-Gin-Nage & Dill

Nun wurde ein Potpourri aus ausgelösten Flusskrebs-Scheren, Kürbis und Rettich serviert. In einem separaten Tässchen gab es eine Krustentier-Gin-Nage und die war so sensationell (meine Partnerin nahm auch davon), dass wir uns noch ein zweites Tässchen wünschten und auch bekamen! Wir haben auch noch Ingwer und Zitronengras erschmeckt. Der Hauptteller war nicht ganz so beeindruckend. Das war zwar alles in Ordnung, aber auch nicht mehr. Ich hätte mir etwas mehr Salz gewünscht. Das Krebsfleisch war doch recht naturbelassen.

BRETONISCHER LOUP DE MER -LEINENFANG-
St. Michelle Muscheln & Safran Rouille Beignet, Salzzitronen-Steinpilzbouillon, Finest Harvest Lachskaviar

Dieser schön anzusehende Fischgang vereinte sanft gegarten und angeflämmten Wolfsbarsch mit einer stattlichen Muschel mit Algendekoration, ein Beignet gefüllt mit Safran-Rouille und getoppt mit sehr schönem grossem Ikura und dazu Fava-Bohnen?. Zusammengehalten wurde das Ganze durch die Bouillon. Etwas Speck und gehobelter Steinpilz sorgten für Salz und weitere Umami-Akzente.

KALBSHIRN „WIENER ART“
getrüffeltes Selleriepüree : krause Petersilie, kaltgerührte Preiselbeeren, Kalbsschultersaft & Kapern

Auf diesen Gang hatte ich mich besonders gefreut, ist dessen Hauptzutat doch bei vielen Essern verpönt und findet ihren Weg deshalb selten auf eine Restaurantkarte. Ich erinnere mich, dass wir dies als Kinder öfter bekommen hatten. Auf dem Foto sieht es erstmal wie Wiener Schnitzel aus und paniert war es ja. Innen war es wunderbar weich und homogen, etwas weicher noch als Bries. Die Beilagen passten dazu, lenkten aber auch nicht von der Hauptzutat ab. Wunderbar.

MAISBRIOCHE & SALZBUTTER

Das warme Maisbrioche, erst jetzt vor dem Hauptgang serviert, war gut. Die Butter war nicht nach unserem Gusto – zu käsig.

BAYRISCHER REHBOCK -GEMARKUNG POLTING-
Rosenkohl in Aalschmalz & Sanddorn, Maronenrösti : Sauce Rouennaise
Weinbegleitung: 2023 Spätburgunder Herrenberg Grosses Gewächs Jean Stodden, Ahr, Deutschland

Ich bin mir bei Betrachten des Fotos und Abrufen der Erinnerung nicht so sicher, ob die Beilagen auf dem Teller den auf der Menükarte aufgeführten entsprachen. Sicher ist, dass der Zylinder in der Mitte der aufgeführte Rehrücken ist und der war erwartungsgemäss sehr gut von Qualität und Zubereitung. Dieser war umgeben von einer Einfassung aus einer grünen Crème, die dann aus Rosenkohl zubereitet sein musste. In diese wurde am Tisch die Sauce Rouennaise eingegossen – schöne Idee. Bei zwei Uhr war sicher auch der Sanddorn als Alternative zu den bei Wild sonst üblichen Preiselbeeren zu finden. Ein weiteres Stück vom Reh befindet sich auf ein Uhr und eine halbrunde Strasse von weiteren kleinteiligen Beilagen um die grüne Crème herum.
Zusätzlich wurde noch ein rote Beete Taco mit Tomatencrème und Hirschschinken gereicht. Die ganze Zusammenstellung war gut, reichte aber nicht an das Rehgericht an gleicher Stelle von vor 6 Jahren heran, das vor allen Dingen einen sensationellen Satellitenteller hatte.

Nachfolgend das Menü meiner Partnerin. Ich konnte ein wenig von allem probieren – zu wenig, um ausführlicher dazu zu schreiben.

ORIGINAL ITALIENISCHE BURRATA
Tomaten-Ponzuvinaigrette, Wassermelone & Eifel Tomaten : wilde Keimlinge

Wir sehen auf dem Foto hauptsächlich die Wassermelonenscheiben, die Vinaigrette und das Stracciatella, das am Tisch aus einer ganzen Burrata entnommen und auf dem Tatar der hervorragend aromatischen Tomaten verteilt wurde. Die übrig gebliebene Burrata-Hülle wird an die Küchenbrigade verteilt, so hiess es. Ein frisches leichtes Gericht, das nicht so recht zum beginnenden Herbst passen mag.

BURGUNDERTRÜFFEL & QUINOASALAT
feine grüne Bohnen & Artischocke, geräucherte Topinamburvinaigrette, Salzaprikose & Kartoffel-Buchweizenmadeleine
LANDEI IM NUDELBLATT
kleine Pfifferlinge : Spinatsauce, braune Butter

Dies wäre normalerweise das Hauptgericht des vegetarischen Menüs gewesen. Da meine Partnerin aber die Pfifferlinge so ansprachen, wurde es ausnahmsweise als Zwischengang ins Menü aufgenommen. Und es hatte sich wirklich gelohnt. Weitere Pfifferlinge versteckten sich unter dem Raviolo. Dies soll sehr gut gewesen sein.

RADICCHIO-SELLERIERAVIOLI Mimolette-Champagnersauce

Auch dies war phantastisch. Ravioli ohne Pasta, stattdessen hauchdünner Sellerie mit Radicchio-Crème gefüllt und von einer hervorragenden Käse-Champagner-Sauce umgeben. Ich konnte einen Raviolo probieren.

HOKKAIDO WAGYU RIND
gegrillter Porree & Ochsenmark, gezupfte Ochsenschulter, confierte Portobello Pilze

Beste Fleischqualität, optimal gegrillt. Dazu hervorragende Sauce Béarnaise. Die geschichteten Portobello-Pilze waren kalt – sollte so sein. Das Knochenmark auf Porée mit Kaviar oben rechts landete in meinem Mund. Vom Fleisch und der Sauce Béarnaise gab es Nachschlag – noch einmal zweieinhalb Stücke, etwa so gross wie das auf dem Foto.

-CRÊPE SUZETTE-
Grand Marnier Parfait : Haselnusscremeux, confierte Schwarzwurzel : MAGIC Grapefruit

Nach einer kleinen Pause wurde das Dessert serviert, welches für uns beide gleich war.
Ein wenig wurde am Tisch flambiert, aber nicht spektakulär, wie es in anderen Restaurants mit diesem Gericht auf der Karte üblich ist. In beiden Schalen war es nicht richtig süss. Der Crêpe befand sich übrigens zusammengefaltet in der Schale, die auf dem unteren Foto abgebildet ist. Schwarzwurzel in einem Dessert ist eher ungewöhnlich. Das war nicht schlecht, aber ich muss sagen, ich war weniger beeindruckt, als erwartet, geniesst die Patissière ja im Moment höchste Meriten.

Mignardises

Von 9 Uhr im Uhrzeigersinn: Bienenstich; Geeistes Matcha Himbeer Sandwich; Waldeichel bestehend aus Haselnuss, Ganache, Douglasie; Topfenmousse, Holundergelee Praliné; Champagner Diamanten

Das Traditionellste fanden wir am besten: Bienenstich.

Fazit

Das Essen war so hochklassig wie die Bewertung verspricht. Auch ins Konzept des vegetarischen Menüs wird viel Mühe investiert und das zahlt sich aus. Anders als in vielen anderen Restaurants wird nicht nur die carnivore oder pescetarische Hauptzutat ausgetauscht, sondern es werden komplett unterschiedliche Gänge von höchster Qualität angeboten.
Für uns beide war die Krustentier-Nage das absolute Highlight, für mich der Loup de Mer und das Kalbshirn, für meine Partnerin die Pfifferlinge und Sellerie-Ravioli.
Ich wusste es ja schon von meinem letzten Besuch, Service wird hier sehr gross geschrieben. Man geht noch ein bisschen weiter als in anderen Restaurants dieser Klasse. Wir fühlten uns sehr gut aufgehoben bei Herrn Strahl und auch den anderen Mitgliedern in seinem Team. Dass er wie wir ein Nordlicht ist und eine Historie in den grossen Hamburger Häusern hat, machte die Kommunikation nur noch einfacher und interessanter.

Webseite des Restaurants: Restaurant Vendôme – Grandhotel Schloss Bensberg

The Epicure Dolder Grand Zürich

Besucht im September 2025
Mittagessen
Bewertung: 24 Michelin-Macarons

Dieses Jahr war es für mich etwas anders als sonst, da wir von Anfang an zu Dritt an einem der Hochtische Platz gefunden hatten. Zwei konnten dann an den Stationen immer etwas holen, während die dritte Person die Plätze freihielt. Das aufwendig gestaltete Heft zur Veranstaltung, das etwa eine Woche vorher per Post ins Haus kam, hatte erstmals einen Barcode aufgedruckt, der per Link zu dem kleinen Programmheft führte, in dem man sehen konnte, was serviert werden sollte. Ich schlug deshalb eine Folge der Speisen vor, die erst die beiden vegetarischen Gerichte, dann Fisch und andere Meerestiere, anschliessend Fleisch und zuletzt das Dessert umfasste. Gleich nach dem Eingang gab es ein Glas Champagner und kleine vegetarische Snacks.

Z.B. Pilzrolle, Nacho-Cone und rote Beete Tartelette

07 ALAIN WEISSGERBER Restaurant Taubenkobel, Schützen, Austria
Creation: KING OYSTER MUSHROOM / HAZELNUT / CAVIAR
Wine: 2022 BORGO DEL TIGLIO, COLLIO RONCO DELLA CHIESA, FRIULANO, FRIULI, ITALY

Zweiteiliges Gericht mit Pilzessenz und einem Austernpilz, dessen Stängel mit Trüffelabrieb gefüllt war. Auf dem Pilz waren zwei verschiedene Crèmes, davon eine auf Haselnussbasis und Kaviar aufgebracht worden. Gutes vegetarisches Gericht mit viel Umami.

04 KIRK WESTAWAY Restaurant JAAN BY KIRK WESTAWAY, Singapore
Creation: GOLDEN HENS EGG / CHORIZO MARMALADE / TRUFFLE TOAST
Wine: 2020 MONCHIERO CARBONE, RISERVA VIGNA RENESIO, ROERO ARNEIS, PIEMONTE, ITALY

Mein Highlight an diesem Nachmittag. Am Boden ein Flan, darauf das wachsweiche Eigelb, eine buttrige, knusprige Toaststange mit Trüffelcrème dazu, weiche eingelegte Zwiebelringe, ein herzhafter Tuile und gebratener Chorizo-Speck. Himmlisch.

Snack: Krustentieressenz (ohne Foto)

03 CHRISTOPH RAINER Restaurant IKIGAI, Elmau, Germany
Creation: JAPANESE BOUILLABAISSE
Wine: 2020 HYDE & DE VILLAINE, CARNEROS, CHARDONNAY, NAPA VALLEY, CALIFORNIA, USA

Die Bezeichnung des Gerichtes fand ich etwas irreführend. Für eine Bouillabaisse hätten doch deutlich mehr erkennbare Krustentieren und Fische präsent sein müssen. Nichtsdestotrotz war das ein gutes Gericht, diese Jakobsmuschel mit Paprikarelish und Krustentieressenz. Eine grüne Crème am Boden des Tellers und auf der Jakobsmuschel hatte Koriander als Hauptbestandteil. Für mich wurde eine Alternative mit Queller (Salicornia)-Crème bereitet.

Snack: Hummer, Melone, Kresse und Koriander
Sehr gut. Die Korianderblätter habe ich herausgefischt.

05 MASSIMILIANO DELLE VEDOVE Restaurant Smoked Room, Madrid, Spain
Creation: SHRIMP FROM MOTRIL / BROWN BUTTER / YUZU KOSHO
Wine: 2022 RAFAEL PALACIOS, AS SORTES, GODELLO, GALICIA, SPAIN

The beauty lies in it’s simplicity! Dies hat mir ausserordentlich gut gefallen. Wie man mit nur wenigen Zutaten ein so hervorragendes Gericht kreieren kann, ist erstaunlich. Die Süsse der Garnelen harmonierte sehr gut mit den nussigen Aromen der braunen Butter, die mit der richtigen Menge an Salz versehen war. Das Gel und die Blüten trugen nicht viel zum Geschmack bei.

Snack: Kingfish, Edamame, Coconut

06 EERO VOTTONEN Restaurant Palace, Helsinki, Finland
Creation: VENDACE ROE / LAPPISH POTATO / NORDIC REMOULADE
Wine: 2019 DREISSIGACKER, WUNDERWERK, RIESLING, RHEINHESSEN, GERMANY

Einige Gäste fanden diese kalte Kreation mit Maränenkaviar zu salzig, andere waren davon begeistert. Dass das Pürée mit Kümmel aromatisiert worden war, habe ich gar nicht wahrgenommen. Für mich nur ein durchschnittliches Gericht.
Der gereifte Riesling dazu war allerdings sehr gut – mein Weinfavorit beim diesjährigen Event.

Snack: Lachs, Gurke, Radieschen

10 ERIC KRAGH VILDGAARD Restaurant Jordnær, Gentofte, Denmark
Creation: HAMACHI / PONZU / WASABI
Wine: 2015 DOM PÉRIGNON BRUT, CHAMPAGNE, FRANCE

Ich war enttäuscht, da es etwas sehr simpel war. Hat man die Bilder aus den Jordnaer-Berichten vor Augen, so weiss man, dass das Küchenteam hier erheblich mehr kann. Das Gelbschwanzmakrelen-Tatar war sicher von hervorragender Qualität, aber der Zitrus-Anteil im Ponzu war hoch, sodass die Säure etwas verhinderte, dies auch genussvoll wahrzunehmen.

Snack: Blumenkohl-Süppchen, Meerrettich, Nordsee-Krabbe, Röstzwiebel

01 DAVID ŽEFRAN Restaurant Milka, Kranjska Gora, Slovenia
Creation: CAVIAR / BEAR / BEETROOT
Wine: 2020 POLZ, RIED HOCHGRASSNITZBERG, SAUVIGNON BLANC, SÜDSTEIERMARK, AUSTRIA

Sehr schön anzusehendes Gericht mit ordentlich Kaviar, der ja gemäss Beschreibung auch die Hauptzutat dieses Gerichts war. Ich frage mich nur, wo der Bär geblieben war. Da ich das Gericht nicht geholt hatte, wollte ich hinterher das Kochteam befragen. Die Station war allerdings am Ende sehr schnell unbesetzt und die slowenischen Köche waren etwas schüchtern und nicht bei der After Lunch Party zugegen.

Snack: Crabcake (ohne Bild).
Dies war sehr salzig.

02 PASCAL STEFFEN Restaurant Roots, Basel, Switzerland
Creation: DUCK / RADISH / SHIITAKE / MISO
Wine: 2017 REMOISSENET, GEVREY- CHAMBERTIN, PINOT NOIR, BURGUNDY, FRANCE

Diese Melange erinnerte mich ein bisschen an ein Müsli. Viel Umami und ordentlich Crunch machten daraus ein Löffelvergnügen.

Snack: Shortrip und Eigelb-Sauce Gefiel mir sehr gut.

Für ein Gericht eines Drei Michelin Macaron Restaurant war dies doch sehr profan. Man könnte meinen, es handelt sich um Taiwan Street Food.

09 HEIKO NIEDER Restaurant The Restaurant, Zurich, Switzerland
Creation: WAGYU / PORCINI / ELDERBERRIES / PURPLE CURRY
Wine: 2022 JOSEPH PHELPS, CABERNET SAUVIGNON, NAPA VALLEY, CALIFORNIA, USA

Dies ist natürlich von den Zutaten eine Winner-Kombination, bei der man kaum etwas falsch machen kann. Das Fleisch war sehr gut, die Sauce hatte Tiefe und die Aromen der Beilagen passten gut dazu.

Snack: eine anderes kleines Fleisch Amuse Bouche Gericht, bei dem ich mich nicht erinnern kann, was es war.

11 LEWIS WILSON Restaurant The Ritz Room, London, Great Britain
Creation: THE RITZ SIGNATURE CHOCOLATE
Wine: 2016 GINI, RECIOTO DI SOAVE, COL FOSCARIN, GARGANEGA, VENETO, ITALY

Tolles Dessert, das alles hatte, was es für ein Spitzendessert braucht: Karamell, verschiedene Schokoladenzubereitungen, Vanille, Eiscrème, Crunch, Nuss.

Mini-Dessert: Aprikose, Getreide, Shiso

12 KALTE LUST ICE CREAM

Mango, Pistazie und eine dritte Sorte mit Amarenakirsche (ohne Bild)

13 ROLF BEELER Maître Fromager CHEESE
Von 9 Uhr gegen den Uhrzeigersinn: Robiola di Roccoverano, Brie Cru Blanc, Küntener Reblochon, Bergkäse Appenzell, Alp Lochhütte, 5-jähriger Alp Sbrinz; Mitte: Jersey Blue

Sehr schöne Käseauswahl

14 SIPS BAR Barcelona, Spain COCKTAILS

Ich hatte zwei Cocktails, die sehr wenig Alkohol enthielten.

Creation: Strawberry Swing – Volcan Blanco, Aperol, Spiced Strawwberry, Yuzu & Lactose Creation: Banana Bonanza – Coconut Water, Banana, Lime and Pineapple soda

15 NESPRESSO COFFEE

16 DAVIDOFF CIGARS

17 Late Afternoon Snack

Zu guter Letzt gab es ähnlich wie bei Hochzeitsfeiern, bei denen es einen Mitternachts-Snack gibt, diese sehr guten Pommes Frites mit Mayo, Speck und einem dritten Topping.

Fazit

Dies war wieder einmal eine in ihrer Gesamtheit sehr schöne Veranstaltung. Für mich konnten viele Gerichte trotz Zutaten hoher Qualität und grosser Namen nicht das halten, was sie versprachen.
Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr war es überraschend, wie schnell man an den einzelnen Stationen diesmal die Gerichte bekam.
Die Snacks von Heiko Nieders Team waren alle gut bis sehr gut und meiner Meinung nach von höherer Qualität als die Jahre zuvor.
Bei der Weinbegleitung liess man sich nicht lumpen. Viele tolle Weine waren dabei.
Stimmt Preis-Leistung? Gerade noch so. Wahrscheinlich bin ich aufgrund meiner Erfahrungen inzwischen zu verwöhnt. Für Gourmet-Unerfahrene ist dies sicher eine Spitzenveranstaltung.

Website des Events: The Epicure – Homepage

Manhatta New York

Visited in August 2025
Dinner
Rating: mentioned in Guide Michelin

It may be attractive for people who do not suffer fear of heights to visit a platform on a skyscraper to get a view over New York from the top. Often this means buying tickets and eventually waiting in a queue.
Another possibility is a reservation in a restaurant high up, and there are different possibilities. Originally, I thought about booking in SAGA**, but even beginning of August, the desired dates were greyed out on the reservation platform Tock. Looking for an alternative, I found Manhatta, which, according to Guide Michelin, should have good food located on the 60th floor in a building in the financial district. The windows are facing towards Midtown and east direction Brooklyn Bridge.
An MTA train ride on line 2 with exit at Wall Street station brought us close to the restaurant. Leaving the elevator and going left one has a direct view of the bar. Left of it is a bar area, on the right there is first dining room, followed by the open kitchen and a further dining area with corner windows. We booked for 7 pm, which gave us the chance to take a look at the skyline day and night.
For dinner, the restaurant offers three- and four-course menus with a choice of four or five different options in each section to choose from. We decided on the four-course and started with a cocktail and a mocktail. But before they arrived, a snack was served.

Pecorino, trout roe

This mild cheese and superb caviar combination of a crispy tartelette marked a very strong start.

TROPIC THUNDER

Tanqueray 10, Planteray Stiggins Pineapple, Cappelletti, Chinola Mango, Yuzu, Tangerine, Passionfruit, Egg White, Passionfruit Koji Saline, and an alcohol-free mocktail

Bread and butter

The bread was exceptionally good and triggered reorder(s).

Smoked Burrata with summer melon, tarragon and sobacha

Sobacha is Japanese roasted buckwheat tea. To smoke the burrata was an interesting twist.

Hudson Valley Trout with mezcal, blood orange and avocado

The coarse tartare of avocado and trout, although previously excluded and not listed on the menu, had been mixed with some fresh coriander. Just about tolerable. A Mezcal granite was located on the side. A blood orange vinaigrette and a squid ink chip with sea salt and coriander powder completed the course.
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Corn and Pecorino Cheese Tortellini with Australian black truffle
Live Scallop with jimmy nardellos, nduja and heirloom tomatoes

The scallops were not living anymore, but the word “live” should indicate that they were very fresh. The nduja (a pork sausage from Calabria) was provided as crumble. Finger lime on the scallop added acidity and freshness. Jimmy Nardello is a variety of peppers originally from the Basilicata region in southern Italy.
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Dry Aged Duck with gold bar squash, sansho pepper, and peaches

Interesting combination of flawless duck breast and leg, early pumpkin as a vegetable, and peach for the fruity touch.

Ribeye of Beef with gem lettuce, aji dulce and garlic scapes
Wine: Cabernet Sauvignon Ceritas, “Colima” 2020, Santa Cruz Mountains, California

Aji dulce are small, sweet, fruity, and little spicy peppers. Grilled gem lettuce (Eisbergsalat), from the garlic only the stems were used. The ribeye was simply perfect. It doesn’t always have to be wagyu.

Melon ice cream with Prosecco jelly and melon pieces

We both were thrilled by this simple but superb pre-dessert.

Milk Chocolate chicory mousse with white coffee cremeux and black cherry ice cream

Cherry and chocolate, a combination that almost never fails.

Toasted Rice Millefeuille with Koshihikari Rice Cream and Hazelnut Cream

A very nice dessert centered around rice and complemented by hazelnut preparations.

Peach Macaron

Simple and perfect. Taste and texture of the macarons as it should be.

After dessert, I had the pleasure of emptying the bottle and enjoying a few glasses of 2017 Puligny-Montrachet, Comtesse de Chérisey, Hameau de Blagny, 1er that a couple at the next table thankfully had left for me. They had also offered me the red wine that accompanied the main course.

Summary

Good food, interesting wine and drinks list, vibrant atmosphere, magnificent view, and lovely service. This reservation was spot on. I would come back here again.

Website of the restaurant: Manhatta | New American Restaurant in New York, NY

Sushi Nakazawa

Visited in August 2025
Lunch
Rating: One Michelin Macaron

Located in the picturesque area of Greenwich Village, this was an authentic counter experience with 21 pieces of sushi served. The quarter is intensely used by “influencers” and model agencies for photoshoots, which we could observe. To reach the restaurant by public transportation, one leaves the 1 MTA train (red line) at St. Christopher’s Street. The restaurant features counters in two different rooms, plus tables in one of the rooms. Our counter was not sold out. Two seats stayed empty. We were seven guests sitting at the counter. When we arrived, a small additional menu with extras was already present on the sushi plate. There, one could find an additional caviar course, a piece of wagyu sushi, and truffle as an add-on for one of the courses. We stayed with the plain menu. As drinks, I ordered a fruity non-filtered glass of Kamoizumi Summer Snow Nigori Ginjo Sake and a fruity ginger yuzu infused Japanese beer, Hitachino, Yuzu Ginger, Non-Ale, 0.5%< ABV Ibaraki.

I do not pretend that I understood all of the short explanations that our sushi master told us. They provided a menu with Japanese and English descriptions of the served fish at the end of the lunch. The reals servings deviated in some points from the menu but I could figure it out. I also added some explanations about the condiments which were used for each nigiri.

Nihon Sake I Shizuoka Salmon

Sudachi, sea salt

Hokkyoku Iwana I Hay Smoked Arctic char
Masu no Zuke I Soy Marinated King Salmon
Hotate I Sea Scallop

Yuzu pepper, sake sauce

Aori Ika I Big Fin Reef Squid
Zuwai Kani I Snow Crab

With miso paste on top

Ama Ebi I Spot Prawn

Now a short pause was happening when more fish were prepared for the following sushi courses.

Suzuki I Japanese Sea Bass

Kumquat

Kinmedai I Golden Eye Snapper

Lemon juice, fresh ginger, sea salt

Aji I Horse Makarel
Sawara I Spanish Makarel

Sancho pepper leaf

Shima Aji I Striped Jack
Koshinaga I Longtail Tuna
Akami I Lean Bluefin Tuna
Chu-Toro I Medium Fatty Bluefin Tuna
O-Toro I Fatty Bluefin Tuna

The best part of the tuna, the fatty one from the belly was not served plain but slightly flamed.

Ikura I Soy Marinated Salmon Roe

Wasabi, soja sauce; fantastic quality of the salmon roe

Ezo Bafun Uni I Short Spine Green Sea Urchin

Northern Islands uni is smaller than Hokkaido uni. Additive-free. Not the best sea urchin experience with bitter tastes that I normally do not know from sea urchin, which was a pity for a first-time experience of my lunch guest.

A long roll of seaweed filled with rice, radish and finely ground wagyu meat? We did not order the wagyu. This was a serving that we got while four of the guests at the counter got the flamed wagyu sushi.

Anago I Sea Eel


No photo.
Tamago Yaki I Egg Cake

Japanese Crème Brulée and Green Tea

Summary

This was an authentic nigari lunch, which you do not often find in European big cities. The rice was delicious in size, bite, acidity, and temperature. The fish was superb in quality and freshness, with a relatively large size in relation to the underlying rice. The condiments made sense, and the request of another guest group to put more wasabi was politely ignored. The master gave brief but clear explanations. Service was present but invisible. As a guest, one barely noticed the removal of empty glasses and the regular exchange of finger-cleaning tissue. I liked everything except the uni. This had an unfamiliar and unpleasant taste.

Website of the restaurant: Sushi Nakazawa | New York

Enrico Bartolini at the Mudec Milano

Besucht im September 2025
Mittagessen
Bewertung: Drei Michelin Macarons

Zur Komplettierung der von mir so genannten Serenissima-Linie, einer Anordnung von vier mit drei Michelin-Macarons ausgezeichneten Restaurants entlang der Serenissima, besuchte ich das Restaurant Enrico Bartolini an einem Wochenende.
Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt man die rote Linie M2 bis California und geht dann zu Fuss zum Mudec-Museum. Das Restaurant war für mich etwas schwer zu finden, ist es doch nicht so klar ausgeschildert. Man muss tatsächlich Richtung Kasse des Museums gehen und dann links einen der beiden Fahrstühle in den dritten Stock nehmen.
Diesen Mittag war das Restaurant mit acht Tischen vollbesetzt, auch der Chefs-Table war wohl gebucht worden. Auch ein Kleinkind und ein Kind waren im Restaurant. Ich hatte den Tisch gleich vorn rechts nach dem Eingang und einen guten Überblick über das Restaurant.
Zum Start gab es einen dünnen Reis-Chip, in den zwei Kräuter eingearbeitet worden waren.

Reis-Chip

Nun wurde ein Aperitif-Kartenspiel präsentiert, bei dem fünf Karten auf dem Tisch aufgedeckt wurden, die die bevorzugten Vorschläge des Restaurants darstellten: Krug Champagner, Franciacorta Spumante, ein günstigerer Champagner, ein spezieller Negroni und ein Joker, Art des Getränks und Preis unbekannt. Dass auf den Karten gleich auch der Preis der Option einsehbar ist, finde ich sehr fair vom Restaurant. Da können sich andere Restaurants etwas abschauen. Ich verzichtete auf einen Aperitif, da ich als Einzelperson mit Rückreise am gleichen Tag etwas auf den Alkoholkonsum achten musste.
Nachdem ich gesagt hatte, dass ich vor habe, eine Flasche Weisswein auszuwählen, wurde ich gefragt, ob ich schon jetzt oder nach den Snacks mit dem Wein beginnen wollte. Ich wartete.
Als nächstes wurden vier Snacks/Amuses Bouches serviert.

Luxuriöses Amuse Bouche bestehend aus einem Stück Kaisergranat mit Kaviar on top und einer dekonstruierten und wieder zusammengesetzten Aubergine mit typischem Geschmack und Aussehen, aber mit feinerer Textur als das Original-Gemüse. Am Tisch wurde der Grapefruit-Jus angegossen. Dieser war weniger bitter/sauer als erwartet, aber immer noch recht dominant. Man konnte dem entgehen, indem man die Einlage herausfischte.

Warmer Beignet gefüllt mit Tomatencrème, in der sich Stücke von Schnecken mit ihrer typischen Konsistenz befanden.

Königskrabbe I Mayonnaise

Krabbensalat in einem knusprigen Taco mit floralen, kräuterigen Noten der Blüten war meine Wahrnehmung dieses Snacks.

Zwiebel I Salbei I Kirsche

Dieser war der interessanteste der vier – knuspriger Zwiebelcracker und mit einem interessanten Wechselspiel der kühlen Salbei- und Kirschcrèmes, ohne dabei süss zu sein. Ich hätte gar nicht gedacht, dass Salbei und Kirsche so gut zusammenpassen.

In einer Box wurden nun Rochers präsentiert und man wurde aufgefordert, einen zu entnehmen. In der Goldhülle versteckte sich grobes Rindertatar, welches mit ein wenig Foie Gras gebunden war. Seltsamerweise nicht so beeindruckend, wohl weil das Tatar wenig gewürzt und der ganze Snack wegen des unterproportionalen Anteils an Lebercrème für meinen Geschmack zu trocken war.
Erst jetzt nach Abschluss von Snacks / Amuses Bouches wurde die Speisekarte präsentiert. Meine Wahl fiel auf das Best-of-Menü, welches die Klassiker von Enrico Barolini enthält.
Ich hatte inzwischen auch genug Zeit, die Weinfrage zu klären. Dazu gibt es zwei Bücher, jeweils im Ledereinband: ein kleineres für das Glasweise Angebot und ein sehr dickes von grösserem Format für Weine in Flaschen. Ich hatte in der im Internet einsehbaren Weinkarte eine Vorauswahl getroffen und nach Beratung mit dem Sommelier entschied ich mich für einen Malvasia von den Liparischen Inseln – 2022 Eolia V Salina Bianco IGT.

Brot und Butter

Nun wurde Brot am Tisch aufgeschnitten: ein Sauerteigbrot mit Leinsamen und Purple Curry. Dazu wurde eine sehr interessante Butter gereicht, die mit Orangenpulver bestäubt worden war. Das Brot schmeckte nicht nach Curry, das Gewürz gab nur Farbe.

Sehr interessantes Gericht, bei dem sich in einer dunkelgrünen harten Sphäre eine sehr gut schmeckende Mousse, die an Erbse erinnerte und genau eine Auster befand. Aromatische Kräuter / Salat, die auf einer anderen hellen Crème ruhten, waren geschmacklich sehr gut zusammengestellt und auch die Vinaigrette bestens abgeschmeckt. Kandierte Zwiebeln waren auch noch dazu verwendet worden.

Buttoni gefüllt mit Olivenöl und Limone, Oktopus und Cacciucco-Sauce

Wie so oft in hochklassigen Italienischen Restaurant durfte auch hier ein Pastagang nicht fehlen. In diesem Fall gab es frische Buttoni, die mit einer Crème gefüllt waren, die mit Olive und Limone aromatisiert war. Auf den Buttoni befanden sich gebratene, zarte Scheiben Oktopus. Star des Gerichts war allerdings die Sauce, die geschmacklich die Livornesische Fischsuppe Cacciucco widerspiegeln sollte. Diese wird mit 15 Fischsorten gekocht und hat einen Tomatenanteil. Die Sauce war dicht, intensiv, erdig, angenehm salzig und zeigte viel Umami. Das Kännchen, aus dem sie angegossen worden war, blieb in der Nähe, sodass ich von diesem herrlichen Elixier nachnehmen konnte.

Rote Beete Risotto mit Gorgonzola-Sauce “Evolution”

Jeder italienische Chef hat scheinbar sein Signatur-Risotto. Sei es Antonio Guida aus dem Seta, Milano mit Himbeerpulver auf dem Risotto oder Massimiliano Aljamo aus dem Le Calandre, Rubano mit seinem Safranrisotto mit Lakritz-Pulver. Neben einem hinsichtlich Korn und Gargrad perfekt gekochten Risotto war dieses hier schön gefärbt von der roten Beete und die Sauce war eine hinsichtlich Intensität und Textur perfektionierte auf Basis von Gorgonzola. Am Tisch wurde ein Haselnuss-Parfüm darüber gesprüht.

Dieser Extragang aus dem saisonalen Menü wurde am Tisch fertiggestellt. Auf einem Grill wurde das Kalbsbries mit einem dunklen zähflüssigen Artischocken-Likör übergossen und kurz glasiert. Die in einem Blatt gegarte Miso-Karotte wurde ausgepackt und in Scheiben geschnitten. Das Bries war perfekt gegart, aussen noch knusprig und hatte durch die Glasur eine interessante Umami-Verstärkung bekommen.

Zum Hauptgang wurde ein nach Meinung der Küche passenderes Brot und eine Lebercreme gereicht.

Podolica- Kuhfilet, geräuchert mit Myrte und Sauce Italienischen Stils
Weinbegleitung: 2020 Kairos Veneto IGT, Cuvée aus 15 Traubensorten, Zyme, Valpolicella, Italien

Podolica-Kühe kommen ursprünglich aus Osteuropa, werden aber heute u.a. in der Region Basilicata gezüchtet. Sie sind für ihr besonders zartes Fleisch bekannt. Und genau das zeigte dieser Spitzenhauptgang. Das Filet wurde wunderschön am Tisch präsentiert und dann aufgeschnitten. Auf meinen Wunsch wurde es in zwei Durchgängen serviert. Das Fleisch war auf den Punkt gegart und damit innen rosa, zart, hatte Röst- und Raucharomen und so aromatisch, dass das prophylaktisch auf dem ersten Teller zur Verfügung stehende Fleur des Sel gar nicht zur Anwendung kam. Ich hatte schon spanische Kuh gegessen, die dann sehr zäh war. Hier war allerdings alles richtig gemacht worden. Auch die Beilagen mochten zu überzeugen: etwas Rinderherz mit Tomate, ein Küchlein mit Sauce Bernaise und ein Rinderjus mit Tomatensamen. Ochsenschwanz war auch noch angekündigt worden, aber wo war dieser? Er versteckte sich auf dem Boden des Küchleins und war auch ganz exzellent. Dieses Drei- Michelin-Macarons-Gericht war bis jetzt der beste Hauptgang, den ich dieses Jahr gegessen habe.
Zu den süssen Gängen wurde eine neue Serviette gereicht, die mit Pfefferspray aromatisiert worden war.

Nun wurde das Pré-Dessert serviert und man bekam erst einmal – nichts. Zur Auflockerung wurden die Zutaten nicht bekannt gegeben und man musste fünf erraten. Schokoldenganache, Amarena-Kirschen, Himbeer-Eis und Holzkohle fand ich heraus. Das Gewürz im Gel bereitete mir Schwierigkeiten. Es war Nelke. Das benutze ich in der Küche selten und ich begegne Nelke auch selten in Restaurantgerichten.

Gianduja-Schokoladen-Soufflé, gesalzene Erdnuss, Rum-Ananas, Kokosnuss-Essig und getoasteter Sesam

Das eigentliche Dessert sollte dann nochmal das ganze Können der Küche zeigen und zwar mit einem Schokoladen-Soufflé. Dies war natürlich perfekt und hatte als Begleiter verschiedene Zubereitungen der Zutaten Ananas, Sesam und Erdnuss.

Mignardises

Von rechts nach links:
Auf der Raupe: Krapfen mit Vanillefüllung
Auf dem Schwein: Gianduja mit Nduja. Ja, Sie haben richtig gelesen, hier wurde die scharfe Wurst aus Kalabrien mitverarbeitet.
Auf dem Eichhörnchen: Eine Art Apfel-Karamell-Gugelhupf
Auf der Biene: Passionsfrucht-Folie mit Honig-Crème-Füllung
Auf der Ameise: Erdbeere mit Pop Rocks, die schön im Mund prickelten

Alle gut.

Fazit

Ich hatte bereits einmal in einem Restaurant des Enrico Bartolini Imperiums gegessen: dem Glam in Venedig. Diese Erfahrung hier war ganz anders. Während es im Glam, auch wahrscheinlich wegen der Nähe zur Lagune, sehr fisch- und meeresfrüchte-lastig war, wurde hier ein Mix aus allem serviert, was der Zutaten-Warenkorb hergibt.
Mir hat das Essen sehr gefallen und ich kann die Bewertung des Restaurants unterschreiben. Der Service war von der Freundlichkeit, der Verständlichkeit, der Taktung und dem Timing, wann was eingeplant war, einer der Besten, die ich je erfahren habe. Von all den Besuchen sind die im Aqua und im Vendôme diejenigen, die noch am ehesten damit mithalten konnten.

Website of the restaurant: Enrico Bartolini al Mudec – Enrico Bartolini

Jean-Georges New York

Visited in August 2025
Lunch
Rating: Two Michelin Macarons

After a visit to the great Museum of Natural History on the Upper West Side, we had lunch at Jean-Georges, which is located in a side tract of the Hilton Hotel at Columbus Circle. You enter it through a separate entrance. They publish relatively strict attire rules on their website, but taking a look at the other guests, I had the impression that it is not taken so seriously. We had a nice table with an overlook of the dining room. Jean-George is one of the few highly rated New York restaurants that does not require that you pay in advance. The restaurant was not booked out this noon.
At lunch, they offer a six-course or a four-course lunch with a choice of three savory dishes and cheese or dessert. We decided on four courses and selected our choices out of three starters, three intermediate course, main course, and dessert/cheese.

Bread and butter

Delicious bread and Bordier butter. Remarkably, the dark full-seed bread.

Amuse Bouche
sea trout crispy sushi
zucchini fritter and bee pollen aioli

The sea trout of good quality was placed on a crispy rectangular piece of potato pancake. This was relatively dry. Additionally, the falafel-type second amuse was quite dry and not my favorite.

Yellowfin Tuna
Itachi cucumber, poblano escabeche, ancho-almond infusion

The akami tuna was of high quality. Itachi cucumber is a white Asian cucumber with an intense taste. Poblano is a mild chili pepper which made the escabeche spicy. This was reinforced by the ancho pepper which is the dried version of the poblano.

Heirloom Tomato
summer fruit, myoga ginger and gazpacho consommé

My starter consisted of a potpourri of summer vegetables and fruits. To mention a few, I found watermelon, four different sorts of tomatoes, beans, nuts, onions, and chili. The different tomatoes were of best quality. Again, the use of chili and shoots of myoga ginger in the consomée made the serving slightly spicy. This was a very fresh seasonal course.

Hudson Valley Foie Gras
tamarind, pineapple and black lime tajin

A nice piece of harissa-crusted, seared foie gras came with a pineapple chili purée and onion compote. The pineapple was slightly spicy. Warm Foie Gras is my favorite preparation and pleased also here.

Gulf Shrimp
gold bar squash, kanzuri and 5 year soy sauce

Grilled squash slices below the perfectly seared shrimps and squash purée, creamy soy sauce. Kanzuri is a mix of togarashi chili peppers, salt, rice koji, and a hint of yuzu. It was used in the red liquid and responsible for the spiciness in this course.

Spiced Duck Breast
shelling beans, umeboshi and lovage

The duck breast was the best of the three servings in different restaurants during our New York stay, perfect in texture, intense in taste, crispy skin and spices on the skin that provided additional umami. Umeboshi (fermented Japanese plum) was used in the red vinaigrette, and the green oil was aromatized with lovage. A mixture of red beans and greens was present as a side on this colorful plate.

Wagyu Strip Loin
Calabrian chili, broccoli, mimolette jus and dill

The wagyu, which was perfectly pan-fried, came with broccoli purée and roses as a vegetable accompaniment. Dill was used for the broccoli preparations. The red-yellow garnish on the broccoli, which included Calabrian chili, added some spiciness to the course again. The jus incorporating the northern-France cheese mimolette paired well with the wagyu.

Black Forest
almond, cherries, vanilla cream and devil’s food cake

This beautiful decorated bowl had a deconstructed black forest cake as topic. The eater was very pleased and refused to share. That says something…

Strawberry Garden
sicilian pistachio, basil, elderflower

I had this beautifully arranged berry garden, which consisted of a pastry ring on which the following components were placed: Strawberries, candied strawberry chips, strawberry sorbet, raspberries, blueberries, blackberries, pistachio ganache and financier, meringue, cooled strawberry, elderflower and basil pearls. An elderflower strawberry was poured into the middle. What a fantastic summer dessert!

What followed for the finish surprised me because it is rather uncommon for a New York restaurant: The Petits Fours trolley. Five different parlinés, homemade marshmallows, soft caramel candies, and six other sweet treats were presented.

I took the cherry macaron, the sudachi blue- & raspberry tartelette, marshmallow, the raspberry jelly, two of the pralines, the taste of which I do not remember, and the gummy bear, which had the taste of a cocktail I do not remember.

Summary

Despite opinions in some reviews I read before, this lunch was pretty good. This restaurant is the flagship restaurant of Jean-Georges Vongerichten, the patron of the JG imperium, of origin from Alsace, France. The menu did not give a hint to this in difference, e.g., to Gabriel Kreuther, whom I visited in February.
What stood out was the almost ubiquitous spiciness of the dishes. That’s certainly not for everyone.
I would like to emphasize is the extremely friendly service. Since the price-performance ratio was also good, it is worth revisiting.

Website of the restaurant: Jean-Georges & Nougatine at Jean-Georges | Jean-Georges Restaurants New York | Jean-Georges

Atera New York

Visited in August 2025
Dinner
Rating: Two Michelin Macarons

The MTA Red Line 1 brought us from mid-town to Franklin Street and a short walk to the restaurant. Through a kind of labyrinthine way in the building, we were guided to the dining room. We had a table close to a kitchen bench where three cooks prepared the first snacks. This evening was not sold out. Two tables remained empty. After the water question was clarified, I ordered half a bottle of 2021 Grgich Hills Estate Fumé Blanc for the savory courses until Lobster.
Although I said that we wanted half a non-alcoholic pairing (named “Temperance”) for the other guest, the full package was served.
The menu in Atera is a surprise menu, which is neither published on the internet nor handed out before the start of the serving.
Temperance Pairing: Sparkling Rosé I Rose Hip, Strawberry was served before the first snack arrived at the table.

Crab I Cucumber, Coconut

A fantastic start with a tartelette, plucked peaky toe crabmeat, coconut cream, cucumber slices and lime jelly.

AEbleskiver I Truffle, Compté

Another highlight: the traditional Danish Christmas pastries, here in a warm (if not too warm), savory version filled with Comté cheese and topped with parmesan and truffle.

Kaluga Caviar I Custard, Bonito

Smoked custard in a bonito broth with Kaluga caviar formed the next tasty Amuse Bouche. It was very well balanced and used the best ingredients.

Foie Gras I Cherry, Balsamic

Announced as the final snack this sablé with filling switched to the carnivore universe. The filling was a foie gras mousse with some balsamic and cherry on top. It tasted a little cheesy. We suspected that it had been processed in sablé.

Tuna I Watermelon, Yuzu
Pairing: Pineapple I Tamarind, Saffron

This very beautiful looking bowl contained Akami tuna and watermelon cubes, and flower-shaped radish. It was topped by finely-grated radish and trout caviar. The quite acidic vinaigrette was yuzu-based.

Halibut I Scallop, Mushroom
Pairing: Pomegranate I Vanilla, Citrus

The fish course had halibut and scallop as the main ingredients and these were accompanied by sweet peas, porcini, Mu-Err and oyster mushrooms and kohlrabi. Very good.

Lobster I Sweetbread, Truffle
Pairing: Smoked Ginger I Chicory, Lemon, Black Tea

Surf and turf differently. Seafood as Maine lobster pieces and astonishing crispy sweetbread pieces in this cappuccino called preparation. In addition, we found bity saffron pasta, passion fruit aromes, truffle, and at the bottom of the cup a lobster tea. This was quite a complex but at the same time fantastic tasting course.

Beef I Carrot, Harissa, Kombu
Pairing: Cote de Beet I Black Currant, Thyme
Wine Pairing: 2021 Jean Chauvenet, Aux Raviolles, Vosne-Romanée, Burgundy, France

Braised beef cheek, zucchini, carrot, carrot purée, and green asparagus were the components of the first of the two main courses. Harissa on the meat and a kombu-based jus completed this serving. The cheek was very tender.
When it came to the red wine to accompany the two meat dishes, they immediately reached for the top shelf without asking. The wine was undoubtedly very good.
The temperance pairing was almost undrinkable alone, with its earthy beet aromas, but changed its taste completely when drunk with the beef cheek course. It paired less well with the duck.

Duck I Blackberry, Lemongrass

The second main course had dry-aged duck as its topic. During our New York stay, we were served this two more times. Here, a beautiful, big half blackberry and a blackberry sauce set the tone. Further side dishes were celeriac as a disc and purée, pickled plum, hazelnut, and a lemongrass foam. The duck with its small fat layer was tender but missing a crispy skin.

Lemon I White Chocolate
Pairing: Basil, Lime I Coconut, Cocoa Nib

This combination of marzipan, white chocolate, and lemon was very nice.

Strawberry I Pistachio

The main dessert was composed of a strawberry-filled meringue with pistachio, frozen milk snow, and a strawberry sauce.

Raspberry I Caramel
Banana I Bourbon
Chocolate I Mint

The dinner was closed with these three mignardises. The raspberry, caramel one was the best.

Summary

Astonishing, we had both the impression that the menu started very strongly but then became weaker and weaker. I left the restaurant with mixed feelings. Price performance was, for sure, the worst we had during our whole New York stay. The light in the dining room is very unsuitable for taking pictures; it is loud. The music selection was according to our taste, with many highlights from the eighties. Service was impeccable with the exception of the communication mismatch for the temperance pairing.

Website of the restaurant: Atera

Restaurant 100/200 Hamburg

Besucht im August 2025
Mittagessen
Bewertung: Zwei Michelin Macarons

Normalerweise publiziere ich chronologisch. Den Bericht über dieses letzte Menü des Monats August ziehe ich allerdings vor. Geneigte Leser haben so noch die Chance, das bis Mitte Oktober erhältliche Menü zu probieren.
Der kulinarische Abschluss des Monats August sollte das 100/200 sein. Ich habe ja vor, alle vier Saisons im aktuellen Zyklus mitzunehmen. “Die Saison – Das Beste des Spätsommers”, wie das vegetarische Menü in den Monaten August/September/ Oktober heisst, ist nun die zweite davon. Ich hatte diesmal einen sehr schönen Tisch zwischen Fenster und Küche und konnte so manche Tätigkeit in der Küche beobachten. Ich beschränkte mich an diesem Mittag auf drei Gläser Wein, konnte aber dankenswerterweise jeden der begleitenden Weine probieren.

An der Showbar wird ein schön intensiver Tomaten-Tee mit geräuchertem Wacholder-Öl serviert. Man ist sehr stolz darauf, nun den eigenen Mascarpone hergestellt zu haben.
Es gibt neue fünf Einstimmungen.

Die Einstimmungen bilden die 5 Geschmacksrichtungen teils subtil aber treffend ab. Die rote Beete wird als Gelwürfel dargeboten. Die Tomate ist mariniert, angetrocknet und hat Kombu-Gel obenauf. Auf dem Kristallbrot befindet sich Kohlcrème und Shiitakepulver. Beim Salat hat man Radicchio verwendet, um das Bittere zu betonen. Gouda, Alge und braune Butter wurden für eine Brühe eingesetzt.

Brot und Butter

Schnittlauch-, Rosmarin- und Chili-Öl, aufgeschlagene Butter und Brot. Wie immer gut.

Als der Hauptteller dieses Gangs an den Tisch kam, scherzte ich, dass es etwas früh für ein Dessert sei. Dieser Teller könnte vom Aussehen her gut und gerne ein im Le Bernadin, New York, serviertes Karamelltörtchen mit Tahiti-Vanille-Eiscrème sein.
Das sehr edel aussehende Gericht bestand aus einer Artischocken-Tarte, einem Tomaten- Lorbeer-Eis und einer aufgeschnittenen vorwiegend grün aussehenden Tomate auf Fenchelcrème, Chili-Emulsion und mit ein wenig Estragon. Ich fand es schlicht sensationell. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, einem sei hier eine Entenleber-Crème untergejubelt worden. Dazu tragen natürlich Farbe und Textur der Tarte-Crème bei. Ich hatte den Eindruck, hier kam es auch gar nicht darauf an, den Geschmack der Artischocke perfekt herauszuarbeiten. Bei all den Versuchen von Foie Gras Ersatz, die ich in der Vergangenheit probiert hatte, wie z.B. Noix Gras, war dies hier die überzeugendste, auch wenn es vielleicht gar nicht die Absicht war. Die kandierte Haselnuss obenauf, das sehr intensive Tomateneis mit changierender Süsse und Umami-Aromen und die à Part servierte Spitzentomate mit ihren Begleitern machten für mich dieses Gericht zu einem klaren *** Gericht.
Der interessante Wein bekam, zusammen mit dem Gericht getrunken, noch einmal einen ganz anderen Twist.

Vichyssoise, Pomme Pavé
2023 Sauvignon Blanc Fumé Mosbacher, Pfalz, Deutschland

In der kalten Kartoffel-Lauch-Crème befanden sich ein Austernpilz, Tatar vom gebrannten Lauch und Lauchöl. Die sehr knuprige frittierte lange Kartoffelstange hatte Mayonnaise und Schnittlauch obenauf. Dieses klassische französische Gericht, das ich liebe und mich an die Zeit von Escoffier denken lässt, wird leider viel zu selten serviert und war hier optimal umgesetzt.

Bohne und Brot
Sangiovese Bakkanali Rosso, Grosseto, Toskana, Italien

Nach den feinen zwei ersten Gängen wechselte das Menü nun wieder in eine rustikalere typische Imbusch-Richtung. Das à Part servierte kleine geröstete Brot mit Rettich, Sellerie, Salat und einer Crème war noch filigran und offenbarte Frische, Säure, Cremigkeit und vom Brot herrührenden Knusper. Die Schüssel mit allem von der Bohne hatte dann ordentlich “Wumms”. Dazu trugen viel Umami, Raucharomen und ordentlich Salz bei. Unter anderem befanden sich unter dem Schaum Bohnencrème, gegrillte Bohnen und eine Soja-Gelscheibe. Der kräftige Wein weniger auf der fruchtigen Seite konnte damit gut mithalten.

Pilz, Pistazie, Paprika
2021 Abouriou Elian Da Ros Côtes du Marmandais, Aquitanien, Frankreich

Auch dieses Mal drehte sich der “Saison” Hauptgang um Pilz. Der Kräutersaitling war stark gegrillt worden, was ihm eine fast fleischige Struktur verlieh. Als Begleiter hatte er Paprika, Buchenpilze und sauer eingelegte Totentrompeten. Verschiedene Saucen komplettierten den Teller: Pistazie, Paprika und Bärlauch (dunkel). Die Bärlauchcrème war aus eingelegten Bärlauchknospen zubereitet worden. Dazu wurde ein vom Service so bezeichnetes “Wischbrot” gereicht, um die Reste der flüssigen Zubereitungen hinterher aufzunehmen.

Keine Änderung im Vergleich zum letzten Mal. Immer noch sehr gut.

Kakao, Crème, Kirsche
2011 Riesling Auslese “Goldloch” Diel, Pfalz, Deutschland

Simpel und gut. Die Worte des Service zitierend: Nicht Schwarzwälder Kirsch und auch nicht Tiramisu, aber irgendetwas dazwischen. Und darin: der eingangs erwähnte selbstgemachte Mascarpone, eingelegte Kirschen, darüber ein Schokoladenbiskuit und darauf ein Schokoladeneis mit etwas Fleur de Sel.

Butter ist dein Freund, Margarine will dich töten

Wie immer etwas zum Geniessen am Schluss: süss, salziges Brioche, Crème Chantilly auf Pralinencrème

Macarons

Lakritz, Himbeer, Zitrone

Haben uns zuhause gut geschmeckt. Textur war auch in Ordnung.

Fazit

Dieses vegetarische Menü gefiel mir noch einmal besser als das von meinem ersten Besuch im 100/200 vor einem Jahr. Der Mix aus typischen Imbusch-Gerichten wie Bohne und Brot, feiner französisch geprägter Küche wie das superbe Artischockengericht und die Vichyssoise und augenzwinkernden Klassikern macht hier den Reiz aus. Als wiederkehrender Gast etablierte sich inzwischen auch eine sehr gute Kommunikation mit dem Service inklusive den servierenden Köchen, sodass ich mit meinem Besuch rundum zufrieden war.

Website des Restaurants: Restaurant 100/200 – ausgezeichnet mit zwei Michelin Sternen. In Hamburg

Alinea Chicago

Spoiler warning: If you hold a reservation or plan to visit Alinea soon, please do not read any further. They serve a surprise menu here, and if you want to experience the full sensation, you should not know what is happening here.

Visited in August 2025
Dinner
Rating: Three Michelin Macarons

I had been planning to go here almost 10 years. A trip with Chicago as an intermediate station opened the opportunity for this. The reservation process via Tock was a little difficult because I did not know the time on the day when the reservation window opened for the desired date of my visit. So I missed the exact time and my preferred slot was booked out. An email to the restaurant with a request for a change resulted in a reply that, per evening, one reservation for a single guest is allowed and that the slots for reservation for one are booked out on the alternative days.
I stayed outside the town, so a train ride with the METRA Milwaukee District West and the red CTA line brought me to the restaurant in about one and a half hours.
The restaurant is inconspicuous from the outside. Inside, it is divided into different rooms. After passing the reception, we went up the stairs, crossed one room, and ended up in “The salon”. As mentioned above, the menu is a surprise menu. I ordered a bottle of 2022 Sancerre Sauvignon Blanc, Domaine Vacheron, Loire, France, as an accompaniment to the menu.
Remarkable: Gerolsteiner: as sparkling water.
A small mother-of-pearl spoon indicated a caviar course.

Osetra pineapple, mezcal, finger lime

One was instructed to open the hand and the very nice dish, which resembled the surface structure of a pile of caviar, was placed into the hand. The course itself consisted of golden osetra caviar, pineapple custard, and a fingerlime, mescal infusion. Remarkable that pineapple and caviar pair well together and that you could clearly taste all the ingredients, even the mescal.

Chicago-style hot dog all-beef, neon relish, tomato, yellow mustard

Next, a postcard with Chicago hot dog motive was placed onto the table. Remember: a Chicago hot dog never has ketchup on it. After a while, a petri dish with a jelly cube was placed on the postcard. Moustard, tomato, pickle, white onion, and a crispy mini-bun were the 5 colorful dots on top. The sausage taste was in the jelly. And believe it or not, this small cube had all the flavors you know from a hot dog – a small masterpiece!

Peeled grapes melon, cucumber, extruded almond

Green fruits and vegetables were the topic of the next serving. The pieces and spheres were made of deskinned grapes, melon, kiwi, green olive, cucumber, and almond halves. It was topped with an open filo dough roll filled with almond crème. This was good. However, it fell slightly short in comparison with the first two servings.A fire cup was placed at the edge of the table and remained there during the next two courses.

Charred arctic char, bus maple syrup

A piece of arctic char, 5 days marinated, charred with a crispy skin, and nicely covered with caramelized maple syrup, was the next fantastic serving. After finishing, the beautiful platform was turned upside down, and a second serving with the same main ingredient was uncovered.

Char roe, carrot, smoke

Under firm smoked custard was char roe in a slightly bound carrot emulsion. Again a nice idea and an absolute pleasant taste.

Sprouted coconut madras curry, infused coconut

Quite impressive was the “dish” for the next course: a long branch with a coconut half. Inside was a small coconut preparation with a yellow disc on it. It revealed a scent of curry, lemongrass and a subtle spiciness. Good.

Hot potato Black truffle, parmesan
Cold potato

The next course played with temperatures of the same ingredient. It reminded me a little bit of the hot/cold tea I once had in The Fat Duck of Heston Blumenthal. The instruction for this very special dish was to pull the skewer, which had potato, truffle, and parmesan on it, out of the bowl and to immediately drink the whole composition. The two potato preparations were hot and cold.

Fossilized tamale bone red prawn, chimichurris, empanada masa prawn, roasted marrow, potatoe provoleta

Many different bowls, “plates”, and a bone were brought to the table for this “Argentinian archeological digging site”. Even tools were provided, and one got the task to expose two of the servings with a brush. Even the service helped digging: Out of the firecup in which the fire had now been extinguished, a small package was recovered. The package was cut open, and inside was a leaf that contained an additional serving, which had been cooked over the last courses. It added bitter tastes to the others. Both shrimp preparations were excellent, the dried flat complete shrimp and the preparation on the right on the main plate. The mayonnaise was spicy, the chimichurri very good, and the content of the bone, including marrow, was also an interesting, crispy mixture.

After finishing, I was asked as the only person in the salon to come down to the kitchen, where I spoke to the restaurant manager, and an additional course was served together with a drink pairing, which had Spain and paella as the topic. A far as I could overlook the kitchen, Grant Achaz was not present that evening.

Socorrat bitter orange rabbit bomba, sofrito
Saffron, bon gin, osmanthus blossom

Saffron rice from the pan was added onto a crispy disk with a mixture of different vegetables and seafood underneath. It was served with a drink made of bitter orange, saffron, gin and vermouth. Very good.

Explosion black truffle, romaine, parmesan

Back in the salon, the next course was exactly what I love so much: Perfection is not achieved when there is nothing more to add, but when there is nothing more to take away (Antoine de St. Exupery). Raviolo, truffle, parmesan, Truffle emulsion – basta.
I jokingly said to the waiter, “That was so good, I’d like three more.” A short time later, three more ravioli appeared on the table.

That’s what I call true customer service :-).

Squab Thai long peppercorn, wax strawberry, endive

Now it was time for the main courses. First, pigeon breast and leg meat were served with crispy fried endive leaves, strawberry and a strawberry-infused jus. As a side dish, something that resembled a strawberry but was actually made of wax, strawberry juice, and chocolate, was presented.

Wagyu Japanese eggplant, pine nut, Okinawan sweet potato, Hokkaido turnip, peach

The last savory course had fantastic tender inside and crispy outside wagyu as the main ingredient. Sides were Japanese eggplant, crispy seeds including pine nuts, Hokkaido turnip, and a red peach gel. The whole plate was topped with the grated ginger sweet potato tower, which can be seen in the first picture.

Fizz Watermelon, goat milk, elderflower, pink peppercorn, Aleppo

The pre-dessert was a sphere of goat milk filled with elderflower juice in a watermelon pink peppercorn emulsion. Aleppo is presumably the kind of pepper that was used here.

Paint Blueberry snow, candied oats, dark chocolate

Now the final show started, which I knew from some reviews that I read years ago about this restaurant – the painting of the dessert directly onto the table. Everything was removed from the table, and the table was covered by an aseptic rubbery tissue. Various bowls and plates were set up at the head of the table. A cook painted the dessert in the following sequence: blueberry snow, white chocolate, then white chocolate thyme crème, blueberry jelly, marinated blueberries, a blueberry cake, candied oats, a chocolate ice cream cup, liquid nitrogen, and finally, the cup was smashed. Besides the spectacle, it tasted very good.

Balloon Helium, green apple, taffy

As an additional gimmick, a helium-filled balloon was provided with the goal of inhaling the contents of the edible balloon and then speaking like Mickey Mouse. This, of course, does not make much sense for a single person, but the other couples and multi-person parties had a lot of fun.

Summary

What a show, so much taste. To be honest, I was skeptical before my visit. But three macarons in Guide Michelin mean something, and that promise was completely fulfilled here. Besides this, the service was very warm and nice, and I did not miss one thing. This restaurant is an absolute recommendation for a one-time visit. I expect it to be repetitive because I guess that the menu is quite static.

Website: Alinea

Restaurant Auerhahn

Besucht im August 2025
Abendessen
Bewertung: nicht bewertet (kein regulär zugängliches Restaurant)

Nach unserem ersten Besuch im neu eröffneten Hotel im Juni, liess ich mir nun spontan die Menüs für alle Tage der Woche schicken und entschied mich für einen Abend. Die Anreise über 50 km klappte gut, allerdings war der Parkplatz an der Bundesstrasse bei Ankunft voll besetzt.
Der Situation auf dem Parkplatz nach zu schliessen, war das Hotel an diesem Wochenende ausgebucht. Es waren überdurchschnittlich viele Gäste aus der Schweiz mit Vierbeinern im Hotel zu sehen, da diese hier der Knallerei zum Nationalfeiertag entkommen konnten.
Nachdem uns die Weinbegleitung letztes Mal so gefallen hatte, entschied ich mich auch dieses Mal dafür. Allerdings orderte ich nur ein halbe, d.h. weniger eingeschenktes Volumen pro Glas.

Los ging es mit der

EINSTIMMUNG
Aubergine | Tomate

Cracker, Tomatenganache, Basilikum-Pesto
Windbeutel gefüllt mit Auberginentatar und Pilzcrème
Dies war ein starker vegetarischer Start. Die Aromen der Zutaten waren gut herausgearbeitet. Speziell die filigrane feine von Gelee zusammengehaltene kleine Kugel wusste mit dem Wechselspiel von Umami und der Süsse der verwendeten Tomate zu beeindrucken.

FELSEN AUSTER
Zitrone | Fenchel
Weinbegleitung: 2021 Savennieres „Clos du Papillon“ Domaine Baumard, Rochefort sur Loire / Loire, Frankreich

Eine Krokette sollte mit pochierter Auster gefüllt sein und nur milde Austernaromen offenbaren. Auster war auch in der Vinaigrette verarbeitet worden. Über und unter der Krokette befand sich eine Chili-Crème. Eingelegte Fenchelschlaufen, frittierte Kapern und frischer Dill komplettierten das Arrangement.
Man ist sich im Restaurant durchaus bewusst, dass Auster nicht jedermanns Sache ist. Das konnte man an den Nachbartischen mitbekommen, an denen es zu Beginn des Menüs zuverlässig eine Diskussion gab, ob es denn die Felsenauster oder die vegetarische Alternative auf Kapernbasis sein sollte. Eigentlich hätte jeder Gast die Auster nehmen können, denn es schmeckte für mich einfach nicht nach Auster und hatte auch texturell nichts mit dem Meerestier zu tun. Das Problem hier war, dass die Krokette fast leer war und sich nur ein wenig kleingeschnittene Auster als Füllung darin verlor. Dies hatte gegen die Säure der Vinaigrette keine Chance. Vielleicht könnte man es geschmacklich in Richtung Auster etwas boosten, indem man Austernblatt als zusätzliche Zutat benutzt.
Der Chenin Blanc passte gut dazu.

Brot | Butter

Sehr gutes Sauerteigbrot von einem regionalen Bäcker wurde mit am Anfang zu kalter Salzbutter gereicht, die mit Kräuteröl und Röstzwiebeln verfeinert worden war. Vielleicht sollte man die Butter nicht auf dem Eis lagern, in denen auch die für den Abend bereitgestellten Weinflaschen aufbewahrt werden.

GEGRILLTE KAROTTE
Rosa Pfeffer | Kräuter
Weinbegleitung: 2023 Auxerrois „Junge Wilde“ Hunn, Gottenheim / Tuniberg, Deutschland

Dies war ein gutes Gericht, das man auch als Karotte hoch drei bezeichnen könnte. Geflämmte Karottenscheiben waren mit süsssauer eingelegten Schlaufen belegt und von einer Karotten- Ingwer-Vinaigrette umgeben. Das Gericht spielte mit der der Karotte immanenten Süsse und Säure und hatte auch von der Textur Abwechslung zu bieten mit den bissfesten Schlaufen und den etwas weicheren geflämmten Scheiben.
Der Wein mit feinen Quittenaromen wusste ebenfalls zu gefallen.

KABELJAU BRANDADE
Gurke | Spargel
Weinbegleitung: 2021 Godello “La Guiana” Attis Bodegas y Vinedos, Bierzo, Spanien

Diesem Gericht sah ich mit freudiger Erwartung entgegen und ich wurde nicht enttäuscht. Brandade ist grundsätzlich eine Mischung aus Fisch und Kartoffel. Hier wurde noch Lauch und Zitronenabrieb hinzugefügt und das Ganze mit Gurke umwickelt. Ein Korallenchip obendrauf, etwas Salat und eine Beurre Blanc auf Basis von fermentiertem Spargel – fertig ist ein Top- Gericht.
Der Wein mit der Traubensorte Godello ist noch speziell. Diese Traube wird eigentlich in Galizien angebaut, stammte für diesen Wein aber aus Zentralspanien, wo er mehr Sonne sieht und deshalb eine fruchtig wuchtige Aromatik bekommt.

SANFT GEGARTE MAISPOULARDENBRUST
Artischocke | Estragon
Weinbegleitung: 2022 Lucente, Tenuta Luce, Coravin aus Magnum, Toskana, Italien

Ich sagte es bereits dem Service: Habe ich die Wahl beim Hauptgericht zwischen Huhn und etwas Anderem, so lasse ich das Huhn meist vorbeiziehen. Dieses hier war aber gut. Trotz Sous Vide Garung von schöner Textur, aromatisch und der Twist, die Zubereitung der knusprigen Haut vom Filetstück zu trennen, machte es perfekt. Die Haut befand sich auf einem Artischocken-Pürée. Das Gemüse wurde auch als Boden verarbeitet, der sich unter einem Kräutersalat versteckte. Ein intensiver Jus wurde am Tisch angegossen. Als Beilage gab es ein sehr gutes Kartoffelpürée mit Röstzwiebeln.
Der Zweitwein des Luce-Weinguts passte sehr gut dazu.

RHABARBER
Vanille | Feigenblatt
Weinbegleitung: Gewürztraminer Beerenauslese, Johner, Bischoffingen / Kaiserstuhl, Deutschland

Auf einem Ring aus weisser Schokoladen-Ganache gefüllt mit Rhabarber-Ragout befand sich ein Tuile, der mit Vanille-Schokoladen-Mousse, Rhabarbersorbet und einem getrockneten Rhabarberstreifen belegt war. Am Boden des Tellers war noch ein Rhabarber-Vanille-Sud und Feigenblattöl zu finden. Das war das beste Dessert, das ich hier gegessen habe, seit der temporär hier arbeitende Top-Patissier Logan Seibert den Auerhahn verlassen hat. Das sagt eigentlich alles.

AUSKLANG
Schwarzwald

Auf einem Brownie ruhende falsche Kirsche bestehend aus Kirschragout, Ganache umhüllt von Kirschgelee und mit Schokoladenstiel. Sehr gut.

Fazit

Das war mal wieder ein Top-Abendessen im Auerhahn. Bis auf das meiner Meinung nach etwas misslungene Gericht mit der Felsenauster und die am Anfang zu kalte Butter hatte ich am Essen nichts zu bemängeln.
Die Weine waren wiederum gut ausgesucht. Die Weissweine kamen am Anfang etwas kühl, da sie aber recht früh, bevor der begleitende Gang kam, eingeschenkt wurden, hatten sie zum Essen die richtige Trinktemperatur.
Meine Highlight waren Kabeljau, Hauptgericht und Dessert.
Die Menüserie wechselt voraussichtlich zur zweiten Woche im August. Ich bin gespannt auf die Auswahl, die es dann gibt.
Auch der Service, den ich hier erfahre, ist auf obersten Niveau – freundlich, professionell, flexibel, auskunftsfreudig.

Website des Restaurants: Hear the call!